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Deutschland hat seine Ressourcen für 2018 aufgebraucht.

Deutschland hat seine Ressourcen für das Jahr 2018 aufgebraucht – und zwar schon jetzt, nach vier Monaten. Wir leben über unsere Verhältnisse, und wenn das alle Menschen auf der Welt so tun würden, dann bräuchten wir drei Erden

Der 2. Mai wurde von der Forschungsorganisation Global Footprint Network daher als der Tag errechnet, an dem die Deutschen ihre natürlichen Ressourcen für das Jahr aufgebraucht haben.

Global betrachtet fiel der Erdüberlastungstag vergangenes Jahr erst auf den 2. August (bento). Doch das ändert sich. Seit 1971 rückt das Datum immer näher an den Jahresanfang. Soll heißen: Die Ressourcen werden immer schneller verbraucht.

Doch was kann man im Alltag tun, damit sich diese Entwicklung vielleicht doch noch umkehrt? 

Hier sind fünf Tipps, wie du wirklich etwas Gutes fürs Klima tun kannst:

1.

Weniger Essen wegwerfen

Ein Drittel aller produzierten Lebensmittel landet im Müll – bei vielen Industrienationen ist reine Verschwendung die Ursache. In den USA allein ist es so viel, dass der ökologische Fußabdruck der weggeworfenen Lebensmittel so groß ist wie der gesamte ökologische Fußabdruck von Peru und Belgien zusammengenommen. (Global Footprint Network

  • Würde die Lebensmittelverschwendung um die Hälfte reduziert, verschiebt sich auch der Erdüberlastungstag um immerhin elf Tage nach hinten. 

Darum: Planvoll einkaufen und kein Essen wegwerfen, das eigentlich noch genießbar wäre, rät die Umweltorganisation WWF. So könnte auch die wachsende Weltbevölkerung ernährt werden, ohne dass der ökologische Fußabdruck durch die Ernährungsindustrie größer wird. (SPIEGEL ONLINE)

2.

Ökostrom beziehen

Wie hoch genau die CO2-Einsparungen durch die Nutzung von Ökostrom sind, variiert. Doch laut Greenpeace können es bis zu 1,9 Tonnen sein – bei einem durchschnittlichen Haushalt mit drei bis vier Personen. 

Hinzu kommt ein weiterer positiver Effekt: Je mehr Menschen Ökostrom beziehen, desto mehr Anlagen für erneuerbare Energien werden gebaut.

So stark bedroht der Klimawandel die Umwelt: 

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3.

Weniger Fleisch essen

Laut der UN-Landwirtschaftsorganisation FAO ist die Haltung und Verarbeitung von Tieren für 14,5 Prozent aller Treibhausgasemissionen verantwortlich. Das ist mehr als der weltweite Verkehr. 

Besonders schädlich für die Umwelt sind Rinder: Weil sie bei der Verdauung Methan ausstoßen – das 25 Mal stärker wirkt als CO2 – sind sie für fast zwei Drittel der Treibhausgase verantwortlich. (MDR)

Schon ein fleischfreier Tag in der Woche würde laut WWF die CO2-Emissionen der Deutschen um neun Millionen Tonnen senken. Das entspreche dem Fahren von 75 Milliarden Kilometern mit dem Auto.  

4.

Weniger fliegen

Für den Wochenendtrip nach Berlin oder München muss es nicht das Flugzeug sein. Auch wenn es damit vielleicht etwas schneller geht als mit der Bahn – bei der Klimabilanz ist das Fliegen die schädlichste Art zu reisen. Schon bei der Strecke Hamburg – München und zurück werden laut Greenpeace 340 Kilogramm CO2 ausgestoßen. 

Das Umweltbundesamt empfiehlt deswegen, so oft wie möglich auf das Flugzeug zu verzichten. Auf kürzeren Strecken lieber Bus und Bahn nehmen. Und bei beruflichen Treffen schauen, ob es vielleicht nicht auch eine Videokonferenz tun würde. Und wenn du doch fliegen musst, dann kannst du CO2-Kompensationsleistungen zahlen, die von vielen Anbietern angeboten werden.

5.

Zur Arbeit mit dem Fahrrad oder mit Bus und Bahn

In Deutschland war 2015 laut Bundesumweltministerium der Verkehr für rund 18 Prozent des CO2-Ausstoßes verantwortlich. 61 Prozent davon ging auf das Konto von Autos. Sie sind also der größte Klimasünder, und der Umstieg auf Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel spart bei einem Arbeitsweg von 20 Kilometern pro Tag 640 Kilogramm CO2 ein. 

Steigt die Hälfte aller Menschen weltweit um, verschiebt sich der Erdüberlastungstag um immerhin zehn Tage (Global Footprint Network).


Gerechtigkeit

Warum sich Hollywood-Stars gegen R. Kelly stellen
"Time's Up"

Neu sind die Vorwürfe nicht, aber sie sind heftig und von Dauer: R. Kelly, einer der prägenden R&B-Künstler der vergangenen Jahrzehnte, soll sich an Frauen und Jugendlichen vergangen haben. Bekannt ist das seit knapp zwei Jahrzehnten, erste Fälle landeten schon in den Neunzigerjahren vor Gericht – und nun holen diese Anschuldigungen den Musiker erneut ein.

Seit Beginn der #MeToo-Bewegung, die im vergangenen Jahr mit Enthüllungen über den Filmmogul Harvey Weinstein begann, steht auch der dreifache Grammy-Preisträger unter Druck. Bereits seit Monaten läuft eine Kampagne in sozialen Netzwerken, die Konsequenzen fordert für den Sänger – unter dem Schlagwort #MuteRKelly ("Schaltet R. Kelly stumm").

Tatsächlich, so berichtet es unter anderem die "New York Times", lief es für R. Kelly zuletzt nicht gerade rund: Nachdem er jahrelang mit Hits wie "Bump N' Grind" und "I Believe I Can Fly" trotz aller Vorwürfe Riesenerfolge feierte, mussten in jüngster Vergangenheit zehn seiner Konzerte abgesagt werden. Zudem trennten sich ein Jurist, ein Presseagent und ein Assistent von dem Musiker.