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Was drin steht – und wie das Weiße Haus es herunterspielt.

Der US-Präsident hielt noch nie viel von den Gefahren des Klimawandels. Das ist bekannt. Immer wieder machte er sich auf Twitter über Forschungsergebnisse lustig – meist nur als Mittel, um Anhänger zu mobilisieren. (bento)

Aber nun hat Donald Trump auch offiziell den Klimawandel geleugnet – indem er den Erkenntnissen seiner eigenen Behörde widersprach. 

In einem tausendseitigen Bericht hatte das US-Gremium National Climate Assessment (NCA) vor wenigen Tagen vor den schlimmen Folgen eines Klimawandels gewarnt. Und davor, welche Schäden das vor allem für die US-Wirtschaft hätte.

Zum Bericht gefragt, sagte Trump nun: 

Ich glaube nicht dran.

Was steht konkret in dem US-Klimabericht?

Die Experten warnen, dass der Klimawandel die USA teuer zu stehen komme, wenn die Regierung nicht handelt: 

"Bis zur Mitte des Jahrhunderts könnten die jährlichen Verluste in den Vereinigten Staaten durch den Klimawandel Hunderte Milliarden Dollar betragen."

  • Der Klimawandel werde die Infrastruktur der USA beeinträchtigen und die Wachstumsrate der Wirtschaft hemmen.
  • Besonders die Küstengebiete der USA seien betroffen. Der Wert von Häusern in solchen Gegenden werde sinken, wenn Sturmfluten zunehmen und die Meeresspiegel steigen.
  • Bis zum Ende des Jahrhunderts dürften die wirtschaftlichen Verluste das Bruttoinlandsprodukt vieler US-Staaten übersteigen.

Und wie reagierte die Trump-Administration?

Das Weiße Haus versuchte, die Ergebnisse herunterzuspielen. Der Bericht wurde zunächst kommentarlos veröffentlicht, eine Sprecherin von Trump kritisierte das Papier später als ungenau: Er basiere weitgehend auf dem extremsten Szenario und lasse technische Innovationen außer Acht. (SPIEGEL ONLINE)

Nun äußerte sich Trump selbst vor der Presse. Er sagte: "Ich habe ihn gesehen, ich habe ihn ein bisschen gelesen und das ist okay." Dann schob er nach: "Ich glaube nicht dran." (Guardian)

Es ist nicht das erste Mal, dass die Behörde versucht, Trump zu warnen. Schon vor einem Jahr wurde ein kleinerer Bericht veröffentlicht. 

Die Kernaussage damals:

Es ist extrem wahrscheinlich, dass menschliche Aktivitäten die dominante Ursache der seit Mitte des 20. Jahrhunderts beobachteten Erwärmung ist.

Aus dem Weißen Haus hieß es nur: "Das Klima hat sich geändert und ändert sich stets." 

Es ist wohl die ehrlichste Antwort, die ohne Akzeptanz sämtlicher Forschungsergebnisse möglich ist.


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