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Ja, nein, vielleicht: Die Regierung unter US-Präsident Donald Trump hat ihre Meinung zu Jagdtrophäen aus Afrika wieder einmal geändert. Sie hob das grundsätzliche Verbot auf, Felle von gejagten Löwen und Stoßzähne von erschossenen Elefanten in die USA einzuführen. Nun soll nach einer "Fall zu Fall"-Regelung entschieden werden. (Mashable)

Bereits im November 2017 hatte die US-amerikanische Fischerei- und Wildtierbehörde (FWS) eine Regelung von Trumps Vorgänger Barack Obama rückgängig gemacht und damit die Einfuhr der Elefantenstoßzähne wieder erlaubt. 

Es folgte: Kritik aus aller Welt. Schließlich nannte Donald Trump, dessen zwei erwachsene Söhne begeisterte Großwildjäger sind, die Elefantenjagd eine "Horror Show" und legte die Regelung auf Eis. (bento)

Die Bedenken sind nun offenbar über Bord geworfen. Stattdessen gilt nun die "Fall zu Fall"-Regelung.

Die Großwildjagd in afrikanischen Staaten wie Simbabwe oder Zambia ist umstritten. Viele der Tierarten stehen auf der Liste der bedrohten Arten – ihre Seltenheit macht sie perfiderweise noch begehrter für die Jäger. Kritiker wie die Peta-Chefin Ingrid Newkirk ordnen die Praxis so ein: 

Sie ist ein abscheulicher Zeitvertreib reicher, abgestumpfter Leute auf der Suche nach Nervenkitzel.

Befürworter der Jagd bringen oft vor, dass durch die hohen Kopfgelder dringend benötigte Umweltschutzprojekte querfinanziert würden. Das ungewöhnlich klingende Argument geht so: Viele Dorfgemeinschaften ließen Elefanten und andere Großtiere (die ihnen die Ernten zerstören und als Schädlinge gelten) nur am Leben, weil sie durch die organisierten Jagdausflüge mit westlichen Touristen viel Geld verdienen können. (SZ)

Tatsächlich zeigt eine Studie der Internationalen Umweltschutzbehörde IUCN aber, dass das Geld aus der Großwildjagd in vielen Fällen gar nicht bei den Armen oder dem Umweltschutz landet. Stattdessen erreicht es wohlhabende Großgrundbesitzern oder, wie zum Beispiel in Simbabwe, korrupte Regierungsmitglieder. (National Geographic

Hinweis: Wir haben die Studie der Internationalen Umweltschutzbehörde ergänzt. Sie widerspricht den Argumenten der Jagd-Befürworter.


Food

Coca-Cola experimentiert jetzt mit Alkohol

Coca-Cola ist vor allem bekannt für: genau, Cola. Seit 130 Jahren vertreibt die Firma das Getränk, außerdem weitere Softdrinks wie Fanta und Sprite und Wassermarken wie Apollinaris oder Bonaqa.

Was bisher strenge Firmenrichtlinie war: kein Alkohol. Aber das ändert sich jetzt.

In Japan testet Coca-Cola ein neues Getränk namens Chu-Hi. Es handelt sich um einen Alcopop, gemischt wird der japanische Branntwein Shochu mit verschiedenen Geschmacksrichtungen wie Kiwi oder Zitrus.