Bild: Gian Ehrenzeller/dpa

Das Weltwirtschaftsforum in Davos ist zu Ende. Rund 2.500 Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft kamen zusammen, um über die Globalisierung, die Flüchtlingskrise und den Klimawandel zu sprechen. (bento) Mit dabei war auch Greta Thunberg. Die 16-jährige Klimaaktivistin aus Schweden hielt eine emotionale Rede, in der sie wieder einmal klare Worte für ihr Anliegen fand.


Was hat sie in ihrer Rede gesagt?

In einer Diskussionsrunde sagte Greta, dass die Zeit für Höflichkeiten vorbei sei. Nun sei es an der Zeit, deutlich zu sein. Und das wurde sie in ihrer Rede auch:

"Ich will, dass ihr handelt, als wenn euer Haus brennt, denn das tut es", appellierte sie an die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Weltwirtschaftsforums.

„Ich will eure Hilfe nicht, ich will nicht, dass ihr voller Hoffnung seid. Ich will, dass ihr in Panik geratet, dass ihr die Angst spürt, die ich jeden Tag spüre.“
Greta Thunberg

Hier kannst du dir einen Teil von Gretas Rede ansehen:

Weiterhin kritisierte sie in der Diskussionsrunde, dass es überall auf der Welt – wie auch hier in Davos – nur um eines gehe: Geld.

„An Orten wie Davos erzählen Menschen gerne Erfolgsgeschichten. Aber ihr finanzieller Erfolg hat ein unvorstellbares Preisschild. Und beim Klimawandel müssen wir anerkennen, dass wir versagt haben.“
Greta Thunberg

Die Menschen seien sich der Konsequenzen noch nicht bewusst, weil die Klimakrise nie als Krise anerkannt worden sei. Doch es gäbe immer noch eine Lösung. Diese Lösung ist für Greta so simpel, das selbst ein kleines Kind sie verstehen könne, sagt sie: "Wir müssen den Ausstoß von Treibhausgasen stoppen."

Warum Greta sich mit so harten Worten an die Politikerinnen und Politiker, aber auch an alle anderen Erwachsenen richtet, die sie mit für den Klimawandel verantwortlich macht, wird klar, wenn sie sagt: "Es gibt keine Grauzonen, wenn es ums Überleben geht." 

Greta wartet auf den Beginn einer Sitzung. 

(Bild: Markus Schreiber/dpa)

Woher kennen wir Greta?

Seit August 2018 wurden Menschen auf der ganzen Welt auf Greta aufmerksam. Die damals 15-jährige Schülerin schwänzte jeden Freitag die Schule, um vor dem schwedischen Parlament in Stockholm auf den Klimawandel aufmerksam zu machen. 

Schon damals nahm Greta kein Blatt vor den Mund und verteilte Flyer mit dem Aufdruck:

„Ich mache das, weil ihr Erwachsenen auf meine Zukunft scheißt.“
Greta Thunberg

Damit stieß Greta eine Bewegung an. Viele Jugendliche und junge Erwachsene schlossen sich ihrem Beispiel an. In Hamburg protestieren letzte Woche Hunderte Schülerinnen und Schüler für mehr Klimaschutz.

Auch auf dem Weltklimagipfel im Dezember hatte Greta nur harte Worte für die Politikerinnen und Politiker übrig

„Ihr sagt, dass ihr eure Kinder über alles liebt. Und trotzdem stehlt ihr ihnen ihre Zukunft, direkt vor ihren Augen.“
Greta Thunberg

Nun hat Greta mit der ihrer Rede beim Weltwirtschaftsforum wieder gezeigt, dass ihr – und unzähligen anderen jungen Menschen – die Zukunft nicht egal ist. Um von Schweden zum Weltwirtschaftsforum in der Schweiz zu kommen, fuhr Greta am Mittwoch mit dem Zug nach Davos. Hin und zurück braucht sie dafür etwa 65 Stunden. Um das Klima zu schützen, verzichtete Greta auf einen Flug in die Schweiz und damit auch auf eine große Menge CO2-Emissionen.

Den anderen Teilnehmern war das offenbar egal: Laut Medienberichten sind dieses Jahr so viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer wie noch nie in ihnen Privatjets angereist. (Spiegel Online)

Mit Material von dpa


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