Bild: Nasa Goddard Space Flight Center/dpa
In wenigen Jahrzehnten könnte es ganz verschwinden.

Das Ozonloch über der nördlichen Erdhalbkugel könnte schon in zwanzig Jahren verschwunden sein. Das haben Forscher der Weltmeteorologiebehörde (WMO) und des Umweltprogramms UNEP nun auf der 30. Jahrestagung zum Montreal-Protokoll bekanntgegeben. (AP News)

Die Ozonschicht erholt sich demnach langsam aber stetig von den Schäden, die die Menschen ihr zugefügt haben. Jede Dekade nimmt die Konzentration der Ozonschicht um ein bis drei Prozent zu. 

  • Wenn es so weitergeht, könnte das Ozonloch über der nördlichen Erdhalbkugel in den 2030er Jahren geschlossen sein,
  • das sehr viel größere über der südlichen Erdhalbkugel in den 2050ern
  • und die größten Ozonlöcher über den Polen in den 2060er Jahren. (AP News)

Was ist die Ozonschicht?

Sie beginnt in einer Höhe von etwa zehn Kilometern oberhalb der Erde und ist etwa 40 Kilometer "dick". Sie schützt die Erde vor ultravioletten Strahlen und damit Pflanzen, Organismen, Tiere und Menschen vor Strahlenschäden. Die Ozonschicht war seit den späten 1970er Jahren immer dünner geworden, bis Ende der 90er Jahre war sie um etwa 10 Prozent geschrumpft. 

Was ist das Montreal-Protokoll?

Das Montreal-Protokoll ist ein internationales Umweltabkommen, das 1987 geschlossen wurde. Es war damals das erste völkerrechtsverbindliche Umweltabkommen zwischen mehreren Staaten überhaupt (FAZ). 

Länder auf der ganzen Welt verpflichteten sich, keine chlo­rierten Fluorkohlenwasserstoffen (FCKW) mehr zu verwenden. Sie wurden als Treib- und Kältemittel gebraucht. Die Ergebnisse dieses Abkommens sehen wir jetzt. Das Montreal-Protokoll ist ein gutes Beispiel dafür, was internationale Umweltabkommen bewirken können.

Ist der Klimawandel damit jetzt gestoppt?

Nein, leider nicht. Denn die Alternativen, die statt FCKW entwickelt wurden, verursachen wieder andere Umweltprobleme. So wirken FKW zwar nicht ozonschädlich, wirken aber als Treibhausgase und verstärken damit die Erderwärmung. Das Montreal-Protokoll soll deshalb jetzt einen Zusatz bekommen, der bessere Kontrollen und einen Ersatz für die FCKW-Ersatzstoffe fordert. (FAZ)


Gerechtigkeit

Straße voller Farbe: Jetzt hat Greenpeace richtig Stress mit der Polizei
14.000 Euro Schaden, 29 Durchsuchungsbeschlüsse.

Was ist passiert?

Im Juni haben mehrere Lkw Farbe auf die Straße rund um die Siegessäule in Berlin gesprayt. Mehrere Helferinnen und Helfer gingen im Anschluss noch mal mit Bürsten und Besen ran, um die Farbe auf der Fahrbahn zu verteilen. Hinter der Aktion steckte die Umweltschutzorganisation Greenpeace.

Die Botschaft: Sonne statt Kohle. Ein Zeichen für den Kohleausstieg.

Auf Twitter veröffentlichten die Aktivisten ein Video. Die Farbe sei umweltfreundlich und abwaschbar, hieß es in dem Beitrag. Das Problem: Die Farbe war aber auch rutschig, laut der Berliner Polizei kam es auf der Straße zu zwei Unfällen mit Sachschaden. Motorradfahrer und eine Radfahrerin sollen gestürzt sein. Mehrere Verkehrsteilnehmerinnen und -Teilnehmer erstatteten Anzeige. Die Berliner Stadtreinigung verlangte rund 14.000 Euro für die Reinigung der Straßen von Greenpeace.

Die Polizei kündigte an, in der Angelegenheit ermitteln zu wollen: