Bild: Efe/ Rolex Dela Pena
Was ist passiert?

China wird sich dem Klimaschutzabkommen der Uno anschließen. Das Parlament der Volksrepublik stimmte für die Ratifizierung der Vereinbarung. Der Vertrag soll die Erderwärmung auf unter zwei Grad Celsius begrenzen und auf lange Sicht den Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen einläuten. 195 Länder hatten darüber im vergangenen Jahr in Paris beraten (SPIEGEL ONLINE).

Warum ist das wichtig?

China ist der weltweit größte Produzent von Treibhausgasen. Rund 25 Prozent des globalen Kohlenstoffdioxid-Ausstoßes hat das Land zu verantworten. Es folgt die USA mit rund 15 Prozent.

China könnte nun mit der Entscheidung, den Vertrag völkerrechtlich in Kraft zu setzen, ein Vorbild für andere Staaten sein.

Zum Beispiel erwarten Beobachter, dass auch die USA dem Abkommen beitreten werden. Am Sonntag beginnt der G20-Gipfel in der chinesischen Provinzhauptstadt Hangzhou. Am Rande des Treffens soll der Entschluss der USA bekannt gegeben werden (tagesschau.de).

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Wie geht es weiter?

Das Klimaschutzabkommen von Paris ist rechtlich zunächst nicht bindend. Es bleibt jeder Nation selbst überlassen, ob sie ihre Versprechen einhalten. In Kraft tritt der Vertrag, wenn mindestens 55 Staaten ihn ratifiziert haben, die 55 Prozent der weltweiten Emission verursachen.

Von den 175 Unterzeichnerstaaten haben nur 23 das Abkommen ratifiziert. Deutschland ist noch nicht darunter.

Was besagt das Zwei-Grad-Ziel?

Das Zwei-Grad-Ziel ist willkürlich gewählt. Die Weltgemeinschaft hat sich darauf geeinigt, dass die Durchschnittstemperatur nicht um mehr als zwei Grad höher liegen darf als zu Beginn des Industriezeitalters – aber: weder ist ein Anstieg von 1,9 Grad unbedenklich, noch geht bei 2,1 Grad die Welt unter. In der Wissenschaft hat das Ziel mittlerweile viele Gegner. (SPIEGEL ONLINE)

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