Bild: Daniel Bockwoldt/dpa
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Wie man mit Problemen im Leben umgeht, hat man in Berlin zur Genüge gelernt. Eine beliebte Lösung: Mach ein Geschäftsmodell draus! Ob Baulücke, Rollfeld-Ruine oder altes Schwimmbad: Irgendwas lässt sich damit schon noch machen. Jüngstes Beispiel: Die freilaufenden Krebse, die seit Jahren im Tiergarten umherwuseln (bento), sollen jetzt eingefangen und als Lebensmittel verkauft werden.

Streetfood mal anders: Anstatt die aus den USA eingewanderten Roten Amerikanischen Sumpfkrebse weiter über den Berliner Asphalt rennen zu lassen, werden sie jetzt gleich am Wasser eingefangen und als Snack verkauft. Ein Berliner Fischereibetrieb hat die Erlaubnis dafür bereits bekommen. (RBB)

Die Sumpfkrebse, die auch als Louisiana-Flusskrebse bekannt sind, haben sich in den vergangenen Jahren zu einem echten Problem entwickelt. Ihren Ursprung hatte die Plage vermutlich in einigen versifften Aquarien der Hauptstadt. Ausgesetzt in freier Wildbahn kannten die Krebse kaum noch Konkurrenten und vermehrten sich rasant.

Tausende Krebse in der ersten Woche gefangen

Allein in den ersten Tagen hätten die Fischer im Tiergarten und in Neukölln mehr als 1.600 Krebse mit ihren Reusen gefangen. Weil die Tiere als invasive Art gelten, die dem Ökosystem Schaden zufügen kann, gibt es keine Obergrenze. Für die Berliner Zivilbevölkerung bleibt der Krebsfang im Park allerdings als Wilderei illegal. 

Offen ist allein, wo und wie die Krebse nun erhältlich sein sollen. Die Fischer kündigten bereits an "im Prinzip sofort" mit dem Verkauf an Gastronomen und Privatleute starten zu können.

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