Nimm das, Marie Kondo

Dir ist langweilig? Kein Problem! Im Internet wird man mittlerweile von mehr oder weniger sinnvollen Challenges überhäuft. Egal, ob du gerne tanzend aus fahrenden Autos springst, dir die Finger verrenkst oder aus irgendeinem Grund den Wunsch verspüren solltest, zu testen, wie eine Waschkapsel schmeckt. #tudasnicht 

Gerade kursiert eine neue Challenge im Netz, die viele Menschen motiviert, sich um ihre Umwelt zu kümmern. Eine Challenge, die tatsächlich etwas Gutes bewirkt – selbst, wenn man damit nur Likes einsammeln möchte: die #trashtag-Challenge.

Begonnen hat alles mit einem Post und einer Aufforderung, die sich vor allem an "gelangweilte Teenager" richtete.

Mittlerweile teilen tatsächlich Tausende Menschen Fotos zur #trashtag-Challenge.

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Dass so eine sinnvolle Challenge, die etwas zum Umweltschutz beiträgt, wirklich funktioniert, können manche kaum glauben:

Um bei der #trashtag-Challenge mitzumachen, braucht man keinen Strand und keine komplett vermüllten Straßengräben. In Deutschland findet sich allein beim nächsten Spaziergang bestimmt schnell genug Müll für eine ganze Mülltüte. Warum also nicht einfach mal so Müll, dem man unterwegs begegnet, in den nächsten Mülleimer werfen?

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Und wer nicht gleich in Stück Natur findet, das er vom Müll befreien kann, kann ja immer noch im Internet nach Tipps fragen.

Und noch eine gute Nachricht für alle, die nicht so gerne bei Challenges mitmachen: Bei der #trashtag-Challenge ist auch die Teilnahme ohne Vorher-Nachher-Fotobeweis möglich. Deine Umwelt gibt dir vielleicht keine Likes, aber immerhin Luft zum Atmen. Und das ist doch auch schon was. 


Gerechtigkeit

Wir haben Trennungskinder gefragt: Hätten eure Väter mehr Rechte gebraucht?
Was sie von Giffeys Vorschlag halten, Väter zu entlasten.

Familienministerin Franziska Giffey (SPD) will die Rechte von Vätern nach Trennungen verbessern: 

In einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung sagte sie, dass das deutsche Sorge- und Umgangsrecht nicht mehr zeitgemäß sei. Zum Beispiel könne es nicht sein, "dass der Vater weiterhin den vollen Unterhalt zahlen muss, auch wenn das Kind viel Zeit bei ihm verbringt und sogar ein eigenes Zimmer bei ihm hat". Sie will Väter in solch einem Fall entlasten. (SPIEGEL ONLINE)

Dieser Vorschlag wird teilweise hart kritisiert. Die Mütterinitiative für Alleinerziehende – kurz MIAs – fordert in einer Petition: "Unterhaltsprellen verhindern - Kinderarmut stoppen!" Giffeys Vorschlag provoziere "eine schlimme Armutsspirale für betreuende Elternteile". Den Unterhalt zu kürzen, wenn der Vater Zeit mit ihren Kindern verbringe, wäre "ein weiteres Schlupfloch für zahlreiche der bisherigen Nicht-Zahler und Kaum-Kümmerer". (change.org)

Was aber halten andere Betroffene davon –  Menschen, deren Eltern sich in ihrer Kindheit getrennt haben?