Bild: dpa/Daniel Karmann
Klingt komisch, aber das könnte Chile wirklich helfen.

Zwei der größten Supermarktketten Dänemarks haben beschlossen, keine Avocados aus Chile mehr anzubieten. Das Ziel: Die chilenische Umwelt schonen. Denn fast alle Avocados für den dänischen Markt werden in nur einer Provinz angebaut – das hat dort nach Recherchen der Umweltorganisation Danwatch zu Wasserknappheit und massiver Abholzung geführt.

Wie genau schadet der Avocado-Anbau Chile?

Das Land ist einer der großen Avocado-Exporteure für Dänemark. Mehr als die Hälfte der Früchte kommen aus der Provinz Petorca.

  • Laut Danwatch braucht der Anbau einer Avocado im Schnitt 70 Liter Wasser – in Petorca fallen allerdings 320 Liter an.
  • Ganze Flüsse seien daher mittlerweile ausgetrocknet, nachdem Produzenten dort zahlreiche Avocado-Plantagen angelegt hatten.
  • Die Bevölkerung in der Region leidet mittlerweile unter der Wasserknappheit.

Der Umweltprofessor Matias Guiloff von der Universität in Santiago de Chile sagt, dass die Menschen mittlerweile mit Wasser aus Tanklastern versorgt werden müssen (Freshplaza.com). Er warnt:

"Ich meine, dass dies nicht nur ihre Möglichkeit beeinträchtigt, ein Leben in Würde zu leben. Es beeinträchtigt auch ihre Möglichkeit, ihre traditionellen landwirtschaftlichen Familienbetriebe weiterzuführen.“

Im Jahr 2015 wurden in Dänemark 14.000 Tonnen Avocados importiert – mehr als doppelt so viel wie noch 2005. Auch in Deutschland ist der Konsum angestiegen: 2010 wurden 28.000 Tonnen Avocado eingeführt, 2015 waren es 45.000 Tonnen. ("Die Zeit").

Was tun die Dänen nun dagegen?

Die beiden Supermarktketten Aldi Danmark und Dansk Supermarked (zu denen unter anderem Netto und Bilka gehören) wollen nun ihre Einkaufspolitik ändern:

  1. Aldi habe sich mit seinen Produzenten in Chile in Verbindung gesetzt, sagte ein Sprecher. Dort sollen nun keine Avocados mehr von Plantagen gekauft werden, die in illegale Wassergewinnung verwickelt sind.
  2. Noch weiter geht Dansk Supermarked: Die Kette kaufe nun Avocados aus anderen Ländern und von vertrauenswürdigen Produzenten.

Auch sonst macht Dänemark gerade gute Arbeit:


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