Bild: Patrick Pleul/dpa
Zwei Fragen zu den absurden Vorfällen.

Plastik ist schlecht für die Umwelt – darüber gibt es nichts zu diskutieren. Es braucht 450 Jahre, bis es zersetzt ist, jedes Jahr landen Millionen Tonnen an Folien, Verpackungen, Kleinstteilchen im Müll. Daher gibt es etliche Versuche, die Plastikflut zu verringern. 

Seit einigen Jahren kosten Plastiktüten in Deutschland deshalb auch Geld (bento). Und es funktioniert: Es werden tatsächlich weniger verbraucht. 

Ein Supermarkt in Australien wollte nun auch an der Kasse eine Gebühr für die Plastiktüten verlangen. Doch die Kundinnen und Kunden waren so sauer darüber, dass das Unternehmen zunächst einen Rückzieher machte.

Was ist passiert?

Seit Juli ist es in ganz Australien bis auf den Bundesstaat New South Wales untersagt, dünne Einweg-Plastiktüten anzubieten. Die zweitgrößte australische Supermarktkette "Coles" führte also Mehrwegtüten ein, verlangte dafür 15 Cent. 

Die Kundinnen und Kunden waren damit überhaupt nicht einverstanden, es kam zu wüsten Beschimpfungen und Handgreiflichkeiten gegenüber den Angestellten. Manche sollen ihre Waren einfach auf den Boden geschmissen haben und wutentbrannt aus dem Markt gestürmt sein. 

Wie hat "Coles" reagiert?

Die Kette beschloss am vergangenen Mittwoch, die Tüten doch wieder kostenlos herauszugeben. In einer Mitteilung des Konzerns heißt es: "Die Kunden benötigen mehr Zeit, um sich auf die Mehrweg-Tüten umzustellen." 

Doch das Problem war damit nicht gelöst – die nächste Protestwelle begann. 

Umweltorganisationen wie Greenpeace gingen "Coles" an. Und auch Kunden und Kundinnen warfen der Kette vor, wegen einer Minderheit eingeknickt zu sein. Also entschied sich "Coles" wieder um – und führte doch wieder die Tütengebühr ein. Die gilt aber erst ab Ende August. Und kosten dann nicht mehr 15 Cent, sondern zehn.

Dieses Video zeigt, was passiert, wenn unser Plastikmüll im Meer weiter zunimmt:


Mit Material von dpa


Sport

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