Bild: dpa / Alfred Wegener Institut
Eine Zone so groß wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien zusammen

Wale, Pinguine und Seehunde – sie können sich freuen. Denn dort, wo sie in der Antarktis leben, entsteht bald das weltweit größte Meeresschutzgebiet. Über 1,55 Millionen Quadratkilometer sollen besonders geschützt werden – das ist vier Mal die Fläche Deutschlands. 24 Staaten und die EU haben sich darauf nach jahrelangen Verhandlungen geeinigt. Im größten Teil des Gebietes soll Fischerei komplett verboten werden. (SPON)

US-Außenminister John Kerry, der sich in der Vergangenheit stark für den Schutz der Meere eingesetzt hat, war mit dem Ergebnis der Verhandlungen sehr zufrieden.

Die Einigung werde "den Schutz einer der letzten unberührten ozeanischen Wildnisgebiete garantieren –Heimat beispielloser meeresbiologischer Diversität und blühender Bestände von Pinguinen, Seehunden, Seevögeln und Fischen", sagte er. (tagesschau.de) Für 35 Jahre soll die Zone nun geschützt werden. (theguardian.com)

2012 hatten die Staaten begonnen, über eine Ausweitung des Schutzgebietes zu sprechen. Doch Russland hatte sich bis vor kurzem dagegen gesträubt. Das Land fürchtete Nachteile für seine Fischereiflotte. (süddeutsche.de)

Was sagen Umweltschutzorganisationen dazu?

Die Organisationen "Antarctic Ocean Alliance" bezeichnete den Vorstoß als Meilenstein. Das Gebiet sei die erste Schutzzone dieser Art in internationalen Gewässern.

"Die heutige Vereinbarung ist ein Wendepunkt für den Schutz der Antarktis", sagte Chris Johnsen, Meeresbiologe bei WWF. "Das ist nicht nur wichtig wegen der unfassbaren Artenvielfalt, sondern auch für die Widerstandsfähigkeit der Weltmeere in Zeiten des Klimawandels." (zeit.de)

Warum ist das Schutzgebiet wichtig?

Das antarktische Rossmeer, in dem das neue Schutzgebiet liegt, gilt als eines der letzten unberührten maritimen Ökosysteme. (süddeutsche.de) Dort leben unter anderem Pinguine, Wale, Delfine, Robben und Tintenfische. Mit einer Dicke von mehr als 4000 Metern ist es die größte Eismasse der Erde.

Bis auf ein paar Forschungsstationen ist die Antarktis ein unbewohnter Kontinent. Die unberührte Natur ist ein optimaler Ort, um die Auswirkungen des Klimawandels zu beobachten. (theguardian.com)

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