Bild: Daniel Karmann dpa/lby
3 Fakten

Plastik wird zu einem immer größeren Problem für die Umwelt. Es landet in den Meeren, Fische essen den Kunststoff und ersticken daran (bento). Die EU hat bereits angekündigt, einige Produkte aus Plastik verbieten zu wollen. 

Und tatsächlich: Es passiert etwas, nach und nach. Unternehmen wie Lidl oder Aldi werden in Zukunft Strohhalme aus ihrem Sortiment nehmen (bento). Auch Starbucks will bis 2020 Plastik-Strohhalme vermeiden. (bento)

Jetzt will der Schuh-Hersteller Adidas im Kampf gegen Plastik nachziehen.

1.

Plastik ist in jedem Adidas-Produkt zu finden.

Normales Plastik beinhaltet Polyester, ein Stoff, der bei Sportwäsche sehr beliebt ist. Er trocknet schnell und wiegt wenig. Er wird überall benutzt, von T-Shirts bis hin zu Sport-BHs. 

Bis 2024 will Adidas aber nur noch Produkte aus recyceltem Plastik verkaufen (CNN Money). Adidas hat auch bekanntgegeben, herkömmliches Plastik in seinen Büros, Geschäften, Lagerhallen und Auslieferungszentren zu verbannen. Das wird schätzungsweise 40 Tonnen Plastik pro Jahr sparen.

Die Bekleidungslinie für Frühling und Sommer 2019 werde bereits 41 Prozent recyceltes Polyester enthalten.

2.

Es gibt bereits einen Adidas-Schuh aus recyceltem Plastik.

2017 hat der Hersteller einen Schuh in Zusammenarbeit mit der Umweltinitiative "Parley for the Oceans" auf den Markt gebracht (visi). Die Sneaker wurden aus Plastik hergestellt, das aus dem Meer gefischt wurde. Der oberflächliche Teil des Schuhs besteht komplett aus recyceltem Plastik. Für die Sohle aber hat Adidas herkömmliches Plastik verwendet.

(Bild: Getty Images)

3.

Trotzdem ist längst nicht alles gut bei Adidas.

Keine Frage, Plastik zu vermeiden, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Auf der anderen Seite ist Adidas aber kein Vorzeigeunternehmen – vor allem wenn es um Herstellungsbedingungen geht. Das hat zum Beispiel der ARD-Markencheck aufgedeckt.

Die Fertigung von Adidas-Produkten findet in China unter unzumutbaren Bedingungen statt. Im Akkord werden Fußbälle zusammengeklebt, Arbeitende leben in der Nähe der Fabriken zu viert oder zu fünft in sehr kleinen Zimmern zusammen. Der Lohn sei laut Markencheck mittelmäßig. 

Die Antwort, wie viel genau die Mitarbeiter verdienen, konnten die ARD-Reporter in China nicht herausfinden. Es wird allerdings geschätzt, dass Näher nicht mehr als 20 Cent pro T-Shirt verdienen.

Adidas-Zulieferer in El Salvador wiederum verdienen 88 Dollar für zwei Wochen Arbeit, à 60 Stunden. Macht 135 Euro im Monat – zu wenig, um gut leben zu können. Adidas stellt auch in Bangladesch, Sri Land und auf den Philippinen her. Auch hier verdienen die Mitarbeiter sehr wenig. Gerade in Vorbereitung auf Großereignisse wie die EM oder WM sind Überstunden in ausländischen Großnähereien Normalität.


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