Booogie-Bass, klimperndes Klavier und ein unglaubliches Happy Feeling. "Bills" von LunchMoney Lewis klingt mit seinem Retrofeeling ein bisschen aus der Zeit gefallen, ist aber tatsächlich hochmodern. Wer das mag, sollte nach Electroswing, genaugenommen "Vintage-Sound" stöbern. Da gibt es ziemlich viel gute Musik - für den Einstieg gibt es hier einen Überblick:


Dirty Honkers



Die Dirty Honkers aus Berlin decken bei ihren Auftritten in Clubs wie Ritter Butzke, Bar 25 oder dem Salon zur Wilden Renate regelmäßig das Dach ab. Electro meets Big-Band-Sound meets Rap meets gute Laune. Mehr Energie geht kaum.


Movits



Die Movits sind eine schwedische Hip-Hop-Formation, die so gekonnt swingen, dass sie regelmäßig Swingtänzer auf die Tanzfläche ziehen, die sonst eigentlich nur Musik mögen, die mindestens 60 Jahre alt ist. Alle anderen Anwesenden sowieso. NuSwing at its best!


Goldfish



Goldfish aus Kapstadt haben schon die Tanzflächen für Acts wie Fatboy Slim, Mr. Scruff, Stereo MC’s oder Paul van Dyk vorgewärmt. Sie haben Wyclef Jean geremixt und sind beim Ultra Music und Glastobury aufgetreten. Ihre Kombination aus klassischen Instrumenten wie Kontrabass und Flöte mit elektronischen Beats kann man sich kaum entziehen.


Caravan Palace

Caravan Palace gelten, zusammen mit Parov Stelar, als Miterfinder des Electroswing. Vor allem aber sind sie einfach eine super Live-Band. Ursprünglich war ihre Mischung aus Jazz- und Swing mit housigem Unterbau nur als Experiment gedacht, aber der konstante Erfolg zwang sie geradezu, das Projekt weiterzuführen. Gott sei Dank! 
Wir verlinken hier mal einen 25-minütigen Auftritt, weil ein Song einfach nicht genug ist.


C2C

C2C sind ein französisches DJ-Kollektiv, das sich ganz dem Turntabelism verschrieben hat. Sie stechen aus der Szene dadurch hervor, dass sie trotz ihrer Jedi-Style Sratching-Skills keine Technikprotzerei veranstalten, sondern wie eine richtige Band klingen. Ihre Songs sind kompakt, ihre Liveshows richtige Konzerte. Weil sie gern mit Samples aus alten Swing und Blues-Platten arbeiten, passt ihr "Vintage-Sound" hierher, wie die 7inch auf den Holzpuck. "Happy" mit Derek Martin an den Vocals schafft das Kunststück, seit drei Jahren die Plattenkisten unserer Swing-Spezialisten Walter und Julian nicht zu verlassen und zuverlässig jede Crowd zum Tanzen und zum Lächeln zu bringen. Ein Song für die Ewigkeit!


Bonus-Track: Ein Cover von LunchMoney Lewis "Bills"



Der Clavinover aka Marti Fischer ist ein großartiger Musiker und begnadeter YouTuber, der auf seinem Kanal regelmäßig unter dem Titel "Wie geht eigentlich Musik", Genres auseinander nimmt und höchst unterhaltsam deren stilprägenden Elemente erklärt. 
Sein "Ich mag Milch", ist eine Coverversion von LunchMoney Lewis’ "Bills". Falls ihr also genau wissen wollt, warum "Bills" so gut funktioniert, hört hier rein:

Blogrebellen × bento

Die Berliner Blogrebellen bloggen bei bento mit viel Liebe und Herz zum Thema Musik. "Remixing Culture everyday" lautet das Motto - und das spürt man auch.