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Cola kostet extra.

Tokio Hotel will Geld verdienen. Viel Geld. So viel, dass sie jetzt 3599 Euro von ihren Fans für ein VIP-Ticket zu einem Summercamp mit der Band verlangen. Doch die regt das tierisch auf: Wer soll sich das bitte leisten können?

Einst waren sie die Band, die uns mit "Durch den Monsun" einen Ohrwurm verpasste – ob man das wollte oder nicht.

Zurzeit hört man vor allem von den vieren, weil Zwillingsbruder Tom der neue Freund von Heidi Klum ist. Das letzte Album der Band "Dream Machine" schaffte es im vergangenen Jahr immerhin auf Platz 5 der deutschen Albumcharts, größere Erfolge feiert die Band aber mittlerweile eher im Ausland. 

Doch nun droht Tokio Hotel, seine Anhängerinnen und Anhänger zu verprellen.

Was bekommen Fans für die 3599 Euro geboten?

"Ready for the summer of our life’s?", fragt Bill Kaulitz in nicht ganz richtigem Englisch auf Instagram. Er will Werbung machen für ein dreitägiges Camp mit der Band – auf dem platten Land zwischen Leipzig und Berlin. Auf dem Ferropolis-Gelände in Gräfenhainichen findet sonst zum Beispiel das Melt-Fetival statt. 

Auf der Homepage heißt es: 

"Tauche ein in den Sommer deines Lebens und verbringe ein unvergessliches Wochenende mit deiner Lieblingsband. Es erwartet dich eine magische und spirituelle Reise in eine Welt, die Bill, Tom, Georg und Gustav für dich geschaffen haben. Das erste und einzigartige Tokio Hotel Summer Camp!

Erlebe das komplette Paket und die ultimativen Festival Vibes in unserem Camp. Von Unterkunft über Verpflegung bis hin zu einzigartiger Unterhaltung, unvergesslichen Überraschungen und Highlights sowie der großen Tokio Hotel History Live Show. Alles in einem Camp!"

Für 3599 Euro bekommt man: Queen Size Faltbett (140 x 200 Meter), Laken, Kissen, Bettdecke und Bezügen für drei Tage, Tipi mit Komfortausstattung, Tisch, Akku Lampe, Stromanschluss und Kleiderstange mit Hängern, Treehouse Concierge Service, Zugang zu allen Summercamp Bereichen und Aktivitäten, Tokio Hotel History Live Konzert, professionelles Foto mit der Band und Vollpension. 

Auch eine unbegrenzte Nutzung der Wasserstation ist inklusive. Aber: Für Cola, Fanta, Bier muss man dann noch extra zahlen. Softdrinks und Alkohol sind nicht mit inbegriffen.

Wer keine Tausende Euros ausgeben will, kann auch schon ein Ticket für 799 Euro ergattern. Dafür bekommt man dann aber nur eine abgespeckte Version des Kurzurlaubes.

Egal, welches Paket es wird, bewachter Parkplatz und Teilnahme an der Opening-Party sind in keinem enthalten. Beides muss man auch wieder dazu buchen. Wer das teuerste Paket und die Extras zusammen kauft, kommt am Ende auf satte 3893 Euro pro Person. Insgesamt dürfen 5000 Menschen kommen.

Übrigens: Auf Social Media dürfen die Teilnehmer davon rein gar nichts festhalten. Es herrscht striktes Handyverbot, das Tokio Hotel so verkauft: 

"Entfliehe der Realität! Lass den Alltag, dein Telefon, das Internet, Wifi und Social Media zurück."

Bei den Fans selbst kommt das Spektakel übrigens gar nicht gut an.

In den Kommentaren bei Facebook regen sich Musikfans aus der ganzen Welt auf, sind richtig sauer. Auf Instagram hat Tom sogar schon die Kommentar-Funktion ausgestellt. 

The great escape! Get away with us and take a once in a lifetime trip to enjoy the ultimate summer experience. A...

Gepostet von Tokio Hotel am Dienstag, 22. Mai 2018

Ein Auszug der bösen – und teils witzigen – Kommentare:

  • "Ihr verliert all eure wundervollen Fans, weil ihr nur noch das Geld seht. Was macht ihr nur?"
  • "Nur so nebenbei: Alkohol und Softdrinks nicht mit inbegriffen? Was meint ihr? Für diesen Preis würde ich erwarten, dass Tom meinen Körper mit Gold-Wasser wäscht."
  •  "Für 3500 Euro wird das der letzte Sommer meines Lebens sein."
  • "Das ganze Coachella ist günstiger als das hier."
  • "1000 bis 4000 Euro für drei Nächte in einem Zelt in Deutschland, das man wahrscheinlich noch mit jemandem teilen muss. Niemand wird kommen. Du kannst für das Geld auch sechs Monate in einem Spa in Thailand verbringen und wie ein König leben."

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