Fans warten schon seit Jahren sehnsüchtig auf ein neues Rammstein-Album, da bringt Frontmann Till Lindemann einfach mal eine eigene Single heraus. Und das auch noch in Zusammenarbeit mit dem Rapper Haftbefehl. Video und Text zu "Mathematik" sind – sagen wir mal – interessant.

Was ist passiert?

Am Mittwochmorgen hat Till Lindemann gemeinsam mit Rapper Haftbefehl die gemeinsame Single "Mathematik" veröffentlicht. Beide singen (oder sprechen) davon, wie sehr sie vom Schulfach genervt sind. Im Video dazu tanzt Lindemann als Manga-Mädchen durch die Nacht, bullige Kerle stehen im Kreis drum herum.

Der Song könnte eine Auskopplung aus Lindemanns Solo-Album sein, das demnächst erscheinen soll. Einen genauen Termin gibt es allerdings noch nicht. (Musikexpress)

Hier kannst du dir das Video zu "Mathematik" von LINDEMANN feat. Haftbefehl ansehen:

Okay, interessant... Aber beim Ansehen und Anhören von "Mathematik" kommen uns doch ein paar Fragen:

1 Was soll das Manga-Mädchen? 

Klar, Till Lindemann will über seine Schulzeit rappen. Also muss ein Schulkind her. Aber hat er früher japanische Schuluniformen a la "Sailor Moon" getragen? Oder einen Fetisch für Matrosenröcke? Wieso Till Lindemann als sich prostituierendes japanisches Mädchen durch das Video und die Berliner Nächte stapft, erschließt sich dennoch nicht. Als Lehrer in gestrenger Uniform wäre er wohl besser rübergekommen. 

Irgendwann singt Lindemann, die Nerds haben nie die coolen Klamotten. Stimmt irgendwie. 

2 Wie heißt der Club der Neon-Latzhosen-Bubis – und wo kann man mitmachen? 

Einige Szenen im Musikvideo spielen in einem Untergrundclub, der nur von Männern besucht wird. Quatsch, von Kerlen. Und zwar die Art Kerle, die es sonst eher schwer haben, am Türsteher vorbeizukommen. 

Hier nun stehen sie halbnackt im Kreis und tragen neongrüne Latzhosen. Es wirkt wie eine Mischung aus "Fight Club" und Swingerclub. Also beste Samstagabendunterhaltung. Da stellt sich natürlich die Frage: Wo, bitte, geht’s zur Party? 

3 Wie gut fickt die Mathematik nun eigentlich? 

Viel gibt der Text nicht her, aber im Grunde geht es darum, die Mathematik – vor allem die Algebra – richtig hart zu ficken. Denn sie nervt. Das Liebesverhältnis scheint Till Lindemann nachhaltig zu verstören. Er will sich nicht "mit Zahlen quälen" – aber widmet ihnen dann doch mehr als vier Minuten Liedgut. 

Da fragt sich: Wie gut ist die Mathematik eigentlich im Bett? Geht ejakulieren vor dividieren? Und was sagen die Chemie und die Biologie dazu, dass sie nicht gefickt werden?

Die Antworten kennen wahrscheinlich nur Till Lindemann und Hafti selbst.


Future

Wie du sparsam und trotzdem verschwenderisch lebst
Ein paar alte Männer können dir dabei helfen

Ausgerechnet Karl Marx! Ausgerechnet der geistige Vater des Kommunismus kann uns helfen, glücklicher im Kapitalismus zu leben. Der radikale Denker wollte den Umsturz des Systems. Er gehört aber auch zu jenen linken Ökonomen, deren Ideen jedem zeigen können, dass es gar nicht so viel Geld braucht, um im Hier und Jetzt zufriedener zu sein.

Wer noch? Ein (leider sehr männlicher) Überblick:

1 Marx’ Kampf den Palästen

Egal ob neuer Gebrauchtwagen, neues Fahrrad, neue Mietwohnung oder Gehaltserhöhung – das ist zunächst mal ziemlich schön. Die Freude währt allzu oft aber nur kurz. Und zwar nicht, weil Auto, Rad oder Wohnung Macken haben. Vielmehr ist die große Freude dann vorbei, wenn ein Freund oder Bekannter einen etwas besseren Wagen oder die hellere Wohnung mit Balkon oder eben noch mehr Gehalt bekommen hat. 

Hier hilft Karl Marx. Er schrieb: "Ein Haus kann klein oder groß sein, solange die Häuser in der Umgebung ähnlich klein sind, stellt es alle Ansprüche an Wohnen zufrieden. Aber wenn daneben ein Palast entsteht, schrumpft das Haus und wird zur Hütte. Der Bewohner des kleineren Hauses wird sich zunehmend unkomfortabel, unzufrieden und beengt fühlen."

Marx weiß, dass es oft nicht das eigene Einkommen oder die eigene (kleine) Wohnung ist, die uns unglücklich machen, sondern der Vergleich mit denen, die mehr haben.

Wer das einmal durchschaut hat, hat zwei einfache Möglichkeiten, mit dem relativ wenigen, was er oder sie jetzt hat, glücklich zu sein: Umgebung oder Perspektive wechseln.

Du verdienst allenfalls durchschnittlich und bist auf Wohnungssuche? Nimm nicht die Wohnung im Hinterhaus im Nobelviertel (sofern du dir die überhaupt leisten könntest). Ansonsten erinnern dich ständig die schicken Häuser daran, wie durchschnittlich es dir geht. Das kann frustrieren. Und wenn du einen neuen Sportverein suchst, nimm vielleicht nicht gleich den teuersten.