Bild: Pro Sieben

Die achte Staffel von "The Voice of Germany" ist bereits wieder in vollem Gange, und auch in der vierten Episode der Castingshow ging es weiter mit den Blind-Auditions. Alles wie immer: tolle Stimmen, Fake-Zoff zwischen den Juroren, viele Emotionen. Am Sonntagabend brachte dann Kandidat Guido Goh ein wenig Abwechslung– denn der schuf eine völlig tiefenentspannte Stimmung innerhalb der ganzen Jury.

Zen-Musik vom Über-Instrument

Dieses Mal ganz ohne Streit fand der Kandidat Guido Goh einen heiß begehrten Platz in einem der Teams – und das, obwohl sich jedes Jurymitglied über ihn gefreut hätte. Denn auf seinem schwer beschreibbaren Unikat-Instrument interpretierte Guido den a-ha Klassiker "Crying in the Rain" auf eine derart entspannende Weise neu – Mark Forster war danach sogar "übel friedlich drauf" –, dass die Jury dem 48-Jährigen die freie Wahl ließ. Ganz ohne das sonst typische gegenseitige Ausstechen.

(Bild: Pro Sieben )

Die 21-saitige Gitarre, die ursprünglich eine indische Sarod war, spielte Guido dann sogar für seinen Coach Paddy Kelly noch einmal ohne Gesang.

Hier kannst du seinen Auftritt ansehen. 

Der Zoff kam dann doch noch – im Kampf um Igor.

Natürlich blieb auch in dieser Folge nicht alles ruhig: Nach dem Auftritt des Musikers Igor Quennehen witterte Michael Patrick Kelly seine Chance für eine perfekte Ergänzung seines Teams. Nur doof, dass die anderen Jury-Mitglieder der gleichen Meinung waren. Da sich Paddy Kelly nach eigener Aussage manchmal nicht beherrschen kann, musste auch Yvonne Catterfeld unter dem Konkurrenzkampf leiden – die äffte er nämlich nicht gerade leise nach.

Im Endeffekt wurde es dann aber noch nichts für Kelly: Die Fantas durften den Hamburger in ihrem Team begrüßen.

Und die Fantas konnten noch einen weiteren Neuzugang in ihrem Team begrüßen: Die 20 Jahre junge Lia Joham aus Graz sorgte mit „Bridge Over Troubled Water“ von Simon and Garfunkel dafür, dass Mark Forster sich wie in einem „Porsche auf Panoramatour“ fühlte, und Smudo gleich von ihrer „gottgegebenen coolen Stimme“ schwärmte.

Ansonsten hatte der Abend noch Mark Forsters „krassesten Korb“ seines Lebens zu bieten: Denn Shireen Nikolic entschied sich nach ihrem Auftritt mit „The Mad Hatter“ trotz eines ominösen Traums – in dem ihr Moderator Thore Schölermann zu Mark Forster geraten hatte – für Yvonne Catterfeld. 


Gerechtigkeit

Ein Rechtsextremer wird Brasiliens Präsident – für die Deutsche Bank ist er der "Wunschkandidat"
Darum ist der Tweet der Deutschen Bank völlig daneben.

Für manche ist Brasiliens neuer Präsident Jair Bolsonaro ein Rechtspopulist, für andere ein Rechtsextremist. Für die Deutsche Bank allerdings ist der Politiker einfach nur neoliberal – obwohl er gegen politische Gegner und Minderheiten hetzt, "beispiellose Säuberungen" angekündigt hat und mit einer brutalen Militärdiktatur sympathisiert. Doch die Deutsche Bank geht in einem Tweet noch weiter: Laut ihnen ist Bolsonaro der "Wunschkandidat der Märkte".

Was passiert gerade in Brasilien?

Brasilien hat gewählt: In einer Stichwahl, bei welcher der rechtsextreme Jair Bolsonaro gegen Fernando Haddad, einen Kandidaten der linken Arbeiterpartei PT antrat, gewann Bolsonaro mit 55,14 Prozent der Stimmen. Dieses Wahlergebnis hat Konsequenzen für ganz Brasilien: Denn Bolsonaro hetzt gegen Frauen, Schwarze und Homosexuelle. Er möchte das Waffenrecht liberalisieren, ist gegen die gleichgeschlechtliche Ehe und möchte die Rechte der indigenen Bevölkerung im Amazonas-Gebiet einschränken.