Bild: Mod Civil
"Die Leipziger Szene ist so Untergrund, dass man sie nicht findet, wenn man nicht ein Teil von ihr ist."

Seit etwa zwei Jahren wird über Leipzig vor allem eines gesagt: Leipzig ist das neue Berlin. Das ist zum einen eine verbrauchte Worthülse, auf der anderen Seite steckt ein Stück Wahrheit drin: In Leipzig gibt es noch Orte wie die Spinnerei, in denen Künstler für sehr wenig Geld große Studios und Räume unterhalten können, in denen sie nicht nur Kunst schaffen, sondern auch ausstellen können.

Die elektronische Musikszene ist da nicht anders. Sie ist eine Art Mikrokosmos für kleine und kleinste Labels, die diese Art von kapitalungebundener Kunst kreieren. Die Sets für’s Wochenende sollen deshalb nicht nur einzelne Künstler, sondern auch die dazugehörigen Labels dahin bringen, wo sie hingehören: in eure Mediatheken und Computerboxen.

Freitagabend: Fabian Braunbeck

Wir starten soft. Mit House aus den Vinylkoffern von Fabian Braunbeck, der zuletzt auf O*rs released und für uns ein exklusives Set aufgenommen hat. Das Leipziger DIY-Label wurde vor etwa fünf Jahren von dem Leipziger DJ und Produzent Steffen ‘Filburt’ Friedrich gegründet. Die Liebe zu Vinyl ist die Basis für das Label, ebenso wie der Hang zu klassischem House. Eine Reise durch den Sound von O*rs, hin zum wohlverdienten Freitagabend bietet Braunbeck in seinem Podcast.

Samstagmittag: Cuthead
(Bild: Photo Credits: David Pinzer)

Uncanny Valley ist mit das bekannteste Leipziger Label. Es hat sich nie zu nah an den Techouse-Mainstream angepasst und ist trotzdem über die Szenegrenzen hinaus bekannt ist. Aufgenommen im Boiler Room Dresden, ist das Set von Cuthead ein besonders ereignisreiches Stück Musik für deinen Samstagmittag. Live aufgenommen startet es mit hiphop-lastigen Beats, bewegt dich so in deinen Mittag hinein und nimmt dann mit klassischem House Fahrt auf. Es geht Richtung Abend, es geht Richtung locker und leichtlebig.

Samstagnacht: Mod.Civil

Es drückt, es zieht, es ist heiß – so muss es sich anfühlen, wenn man Mod.Civil im Institut für Zukunft live erlebt. Der Leipziger Club wird als das neue Berghain gehandelt wird. Mit ihrem Set für die Podcastserie Rivulet Insight erwischen wir gleich zwei Leipziger Labels: Ihr Sound spiegelt das Nachtleben der Underground-Szene sehr treffend: Es ist nicht der durchmarschierende Berliner Techno, der hier Druck erzeugt, sondern langsamer Acid/LoFi-House mit Techno-Elementen. Dieser sehr eigene Sound erzeugt eine Atmosphäre, bei der man tanzend die Wände hoch klettern will.

Sonntag: Sevensol KANN Records

Einfühlsam, sympathisch und ruhig beginnt dieser Sonntag mit der Radio Show von Sevensol auf byteFM, einem jungen Hamburger Radiosender. Sevensol, einer der drei Labelgründer und Betreiber von KANN-Records, spielt für uns elf ausgewählte, aktuelle Platten. Der Sound dieser Scheiben vermittelt ein gutes Gefühl von Frühling und dem, was danach kommt. Sevensol, der selbst hinter der Ladentheke von KANN-Records steht, gewährt uns so einen Einblick in die Regale der Leipziger Plattenläden. Was dabei rauskommt ist bestens geeignet für einen Sonntag mit Kater, Sonne und viel Zitronenlimonade – oder eben Aspirin PlusC.

Alle Sets im Volldurchlauf:

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Wie hessisch bist du wirklich?

Harte Konsonanten mögen sie nicht, gegorenen Apfelmost dafür umso mehr. Ihre Herkunft geben die Hessen – vor allem im Ausland – immer mit "in der Nähe von Frankfurt" an, den großen Flughafen kennt schließlich jeder. Genauso wie die berühmten Knackwürstchen. Doch waschechte Hessen verfügen noch über deutlich mehr Insiderwissen über ihre Heimat.

Ob sprachliche oder kulinarische Kompetenz: Hier kannst du testen, wie viel Hessen wirklich in dir steckt.