Bild: Vevo / Adele
Zunächst kein Streaming des neuen Albums.

Am Freitag erscheint Adeles neues Album "25" – allerdings offenbar erst einmal nicht auf Spotify, Apple Music und anderen Streaming-Plattformen.

Die New York Times und The Verge berichten, dass sich Adele und ihr Management dagegen entschieden haben, das Album Streamingdiensten zur Verfügung zu stellen. Sprecher von Adele wollten sich zu der Entscheidung nicht äußern. Spotify bestätigte am Abend indirekt, dass Nutzer "25" zunächst nicht werden hören können.

"We love and respect Adele, as do her 24 million fans on Spotify. We hope that she will give those fans the opportunity to enjoy 25 on Spotify alongside 19 and 21 very soon."
Es könnte tatsächlich sein, dass Adele ihr neues Album den Streamingdiensten zu einem späteren Zeitpunkt zur Verfügung stellt. Adele hat früher bereits ähnlich entschieden. Das Album "21" war erst Monate nach der Veröffentlichung auf Spotify zu hören. Der Erfolg gab Adele damals Recht: "21" wurde mittlerweile über 30 Millionen Mal verkauft.
"25" könnte allein in der ersten Woche bis zu 2,5 Millionen Mal verkauft werden

Die Musikindustrie erwartet das Erscheinen von "25" derzeit genauso sehnsüchtig wie die Fans von Adele. Die erste Single "Hello" war ein gigantischer Erfolg und brach Streaming-Rekorde bei Vevo und YouTube. Das Album könnte allein in der ersten Woche bis zu 2,5 Millionen Mal verkauft werden, schätzt Billboard. Ein riesiges Geschäft also. Zum Vergleich: ‘N Sync’s “No Strings Attached” verkaufte sich 2000, auf dem Höhepunkt der CD-Ära, knapp über 2,4 Millionen Mal.

Schon vor Tagen hatte es Gerüchte gegeben, dass Adele und ihr Management von Spotify verlangt haben sollen, "25" nur für zahlende Kunden verfügbar zu machen. Spotify dementierte, dass Adele und ihr Team das verlangt hätten. Einige Musiker haben sich in der Vergangenheit beschwert, zu wenig Geld pro Stream von Musikdiensten zu bekommen (Wie viel sie bekommen, steht zum Beispiel hier beim Guardian). Die Kritik gilt vor allem kostenlosen Streamingangeboten.

Taylor Swifts Album "1989" ist bis heute nicht auf Spotify zu hören. Apple Music darf es erst spielen, seitdem Swift mit ihrem offenen Brief durchgesetzt hat, dass Apple Music auch in der für Nutzer kostenlosen Startwoche des Angebots alle Künstler bezahlt.