Nicht nur Serien-Freaks freuen sich seit Jahren über eine Fülle von neuen, tollen Erzählungen: Auch Soundtrack-Liebhaber kommen bei vielen Serien auf ihre Kosten. Unsere Lieblings-Soundtracks, inklusive Lieblings-Serien haben wir für euch zusammengetragen.

Boardwalk Empire

"Boardwalk Empire" ist eine Serie, so knallhart, wie die Zeit, in der sie spielt. Die Oststaaten in Zeiten der Prohibition. Der Bürgermeister von Atlantic City Nucky Thompson (inspiriert von der realen Figur Nucky Johnson und grandios verkörpert von Steve Buscemi) zieht die Strippen in Politik, Rotlicht und Alkoholschmuggel. Seine Gegenspieler, die je nach Interessenslage auch Verbündete sein können: die realen Gangsterbosse Al Capone, Lucky Luciano und Meyer Lansky. Was "Boardwalk Empire" zudem so interessant macht: Es ist ein Sittenbild der unterschiedlichen Einwanderermilieus des Amerika der Zwanzigerjahre.

Ganz großes Serienkino also, dem der Titeltrack “Straight Up And Down” von The Brian Jonestown Massacre in nichts nach steht. Passt trotz der bluesrockigen Riffs, die eher in späteren Jahrzehnten zu verorten sind, hervorragend zur Serie, die nach der fünften Staffel ihr erzählerisches Ende gefunden hat. Auf dem Soundtrack gibt es dann Zeitgemäßes – was aber nie langweilig ist.

Mad Men

RJD2 hat für “Mad Men” seinen Song “A Beautiful Mine” zur Verfügung gestellt. Der Song passt mit seiner leicht düsteren Stimmung und den schweren Streichern hervorragend zur mittlerweile legendären AMC-Serie. Die Geschichte über den Werbekaufmann Don Draper (Jon Hamm) und seine persönlichen Abgründe im New York der Sechzigerjahre gehört zu den großen Charakterstudien der Seriengeschichte.

In den sieben Staffeln sind Zeitgeist, Musik der Sechziger, Politik und gesellschaftliche Umbrüche immer wieder Thema. Besonders toll an "Mad Men": das langsame und ausführliche Erzähltempo, das trotzdem nie langweilt. Ähnlich wie die Musik des Soundtracks, auf dem sich neben RJD2 Größen wie Roy Orbison, Roberta Flack und Bob Dylan finden.

Fargo
(Bild: Giphy )

Auch der "Fargo"-Soundtrack platzt vor großen Songs. Sowohl was den Film von 1996, als auch was beide bisherigen Staffeln angeht. Der Titelsong der ersten Staffel ist wie die Geschichte: Er startet in der Melancholie der Schneelandschaften Minnesotas und entwickelt sich dann zu einem epischen und grotesken Drama.

Die Coen-Brüder, die Regie führten, sind einfach die absoluten Kings darin, haarsträubenden Kriminalgeschichten hintersinnigen Witz zu verpassen, der mit Comedy-Tatort-Klamauk ungefähr so viel zu tun hat, wie der "Fargo"-Soundtrack mit Beliebigkeit. Nix also, und das obwohl von Adriano Celentano (Staffel 1) bis Fleetwood Mac (Staffel 2) alles dabei ist. Und eine Figur wie den Oberbösewicht der ersten Staffel Lorne Malvo (grandios: Billy Bob Thornton) gibt es wahrscheinlich auch nur einmal in hundert Jahren.

Bloodline
(Bild: Netflix)

Das spannungsgeladene Drama porträtiert die wohlhabende und einflussreiche Familie Rayburn auf den Keys in Florida. Vier Geschwister liefern sich ein teils kriminalistisches Katz-und-Maus-Spiel um Familiengeheimnisse und abgründige Persönlichkeiten. Der Kontrast zwischen tropischem Paradies und dunklen Geheimnissen tritt in der stark erzählten Beziehung der zwei ältesten Brüder besonders in Erscheinung.

Ben Mendelsohn spielt Danny Rayburn, einen Querkopf und Kauz, der nach Jahrzehnten zurückkehrt und nichts Gutes im Schilde führt. Sein Bruder John ist ihm da ganz ähnlich, muss als Polizist und angehendes Familienoberhaupt andere Interessen verteidigen. Auch die visuelle Ebene überzeugt: "Bloodline" entwickelt mitunter eine gespenstische Stille und arbeitet gekonnt mit Flashbacks und Licht-Schatten-Spielen. Passend dazu: der Titelsong "The Water Lets You In" von Book of Fears.

The Americans

“The Americans” ist eine Spionage-Thriller-Serie auf allerhöchstem Niveau! Die Serie spielt in den Achtzigern, es geht um den Kalten Krieg zwischen dem Inlandsgeheimdienst der USA, dem FBI und dem KGB, der damals auch in den Staaten aktiv war. Im Zentrum der Geschichte stehen die beiden Agenten Elizabeth und Philip Jennings, die zur Tarnung nicht nur geheiratet haben, sondern auch mit ihren beiden Kindern in der Vorstadt wohnen.

Die Ausstattung ist wirklich fantastisch, die Kostüme der Hauptdarsteller sitzen, von der Dauerwelle bis zur Jeansweste. Auf persönlicher und auch politischer Ebene funktioniert das Storytelling bei “The Americans” fast durchgehend. Ausgestrahlt im FX Network überzeugt die Serie mit ihrer Detailtreue auch, was den Soundtrack angeht. Da werden Sex-Szenen mit "In the air tonight" von Phil Collins unterlegt und kurz danach Queen, Peter Gabriel, The Who und Juice Newton gespielt.

Top Of The Lake
(Bild: See-Saw (TOTL) Holdings Pty)

“Top Of The Lake” erzählt die Geschichte der jungen Polizistin Robin (gespielt von "Mad Men"-Darling Elizabeth Moss), die in die ländliche Gegend ihrer Kindheit in Neuseeland zurückkehrt, um das mysteriöse Verschwinden eines schwangeren Mädchens aufzuklären. Sie trifft bei ihren Ermittlungen in der abgeschiedenen Gemeinde auf massiven Widerstand und gerät schnell ins Fadenkreuz krimineller Machenschaften und patriarchaler Clanstrukturen, vor denen sie einst geflohen war.

Ein anderer Seitenstrang führt in eine in der Wildnis lebende Kommune von Frauen, die ihre Traumata heilen wollen und von der unheimlichen wie charismatischen Lichtgestalt GJ (meisterhaft: Holly Hunter) angeführt werden. “Top Of The Lake“ ist ein mehrschichtiges Crime-Drama, das bis in die Nebenrollen toll besetzt ist. Auf dem Soundtrack gibt es Mystisches von Georgie Kay und Marc Bradshaw.

Du suchst eine neue Lieblingsserie? Wir hätten da was für dich:
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Future

Was das Problem mit Sex im Weltraum ist
Und warum sich die Nasa überhaupt für Sex im Weltraum interessiert.

Mehr als 500 Menschen waren bereits im Weltall (Nasa). Viele von ihnen dürften sich dort oben näher gekommen sein – zunächst räumlich. Entweder auf der internationalen Raumstationen MIR, die von 1986 an für 15 Jahre um die Erde kreiste, oder auf der Nachfolgerin ISS, die seit Ende der 1990er im Orbit schwebt.

Ob Astronauten sich aber auch sonst näher kommen, ist kaum bekannt. Aber selbst wenn:

Wie funktioniert Sex im Weltall überhaupt?

Verboten ist der Akt schon mal nicht: Der Code of Conduct der ISS schreibt lediglich vor, dass kein Crew-Mitglied ein anderes bevorzugt behandeln soll. Mehr gibt es zu zwischenmenschlichen Regeln nicht.