"Nackidei, Nackidei und keiner findet was dabei"

Die deutsche Sprache ist noch immer vom generischen Maskulinum geprägt. Weil sich das langsam ändert, fürchtet nun Rolf Zuckowski um seine Kinderlieder. In einem Interview fragt er sich nun, wie weit man in der Kunst mit dem Gendern gehen kann. (Die Zeit)

Die Veränderung in der Sprache werde vor allem in der Schule sichtbar.

Man würde nur noch von "Schülerinnen und Schülern", "Lehrerinnen und Lehrern" sprechen. Vor allem an Schulen werden seine Lieder seit Generationen besonders gerne gesungen, sagt Zuckowsi.

Genau das könnte sich durch das Gendern zum Problem entwickeln: 

"Zu meinem Liederzyklus Die Vogelhochzeit sind gerade Unterrichtsmaterialien für die Schule erschienen. Da stehen immer wieder Sätze drin wie: 'Die Lehrkraft versammelt die Schülerinnen und Schüler vor der Tafel'. Der Herausgeber sagte mir: So muss man heute für Schulen schreiben."

Zuckowski wolle nicht "zu alten Zeiten zurück und die Gleichberechtigung infrage stellen". Gendern wäre klug und richtig, aber in manchen Bereichen – wie in der Dichtung oder in Liedern – schwer durchzusetzen. Zumindest, wenn man es konsequent tun wolle, so Zuckowski. Dann "wird es nämlich lästig". Und letztendlich würde man damit Menschen verschrecken, die sonst für Gleichstellung sind.

"Sprache reflektiert Gesellschaft."

Er könne verstehen, warum so viele Feministinnen und Feministen um die Sprache kämpfen und er sei sich deren Macht bewusst, jedoch könne man Ungerechtigkeiten nicht nur durch "sprachliche Verkomplizierung" lösen. Man müsse Mädchen auch "auf anderen Wegen zu Selbstbewusstsein führen".


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