Bild: Frank Micelotta/Invision/AP/dpa
Im April will er zu zwei Terminen nach Deutschland kommen.

Gerade erst haben mehrere Frauen in der Doku-Serie "Surviving R. Kelly" ihre Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs gegenüber R. Kelly bekräftigt: Der R'n'B-Sänger soll sie körperlich und emotional misshandelt haben und sie teilweise mit leeren Versprechungen zu sexuell demütigenden Handlungen gebracht haben.

Die Vorwürfe wiegen schwer, erfolgreich ist R. Kelly dennoch nach wie vor: Im April kommt er für zwei Konzerte nach Deutschland, die Tickets für die Termine in Ludwigsburg und Hamburg kosten rund 100 Euro. 

Doch es gibt Menschen, die das noch verhindern wollen: 

In einer kürzlich gestarteten Petition wird gefordert, die Konzerte abzusagen. Niemand solle Profit mit einem Mann machen, der "Frauen bei sich zu Hause hält, als wären sie Tiere bzw. Sexsklavinnen", schreiben die Initiatorinnen.

Woher kommen die Vorwürfe gegen R. Kelly?

Neu sind sie nicht, manche sogar bereits Jahrzehnte alt. 1994 soll er die damals 15-Jährige Sängerin Aaliyah illegal geheiratet haben, 2002 tauchte ein Video auf, das ihn beim Urinieren auf eine Minderjährige zeigen soll. Bei einer Durchsuchung seines Hauses wurden auch Bilder vn mutmaßlich minderjährigen, nackten Mädchen gefunden. Die Vorwürfe wurden von der Polizei untersucht, 2004 wurde die Ermittlung wegen eines Verfahrensfehlers fallengelassen. (MTV.com auf archive.org)

In der Doku berichten verschiedene Frauen von systematischem Missbrauch durch Kelly: Die meisten von ihnen lernten ihn demnach als Teenager kennen, später hätten sie ihn etwa um Erlaubnis fragen müssen, wenn sie essen oder die Toilette benutzen wollten. (Tagesspiegel)

Die Vorwürfe nagen am Image des Sängers: In den USA wurden 2017 nach Berichten über einen angeblichen "Sex-Kult" R. Kellys Konzerte abgesagt. 

Was sagen die Veranstalter in Deutschland?

Die beiden Termine, welche durch die Petition verhindert werden sollen, sind in Deutschland die einzigen geplanten Konzerte. "HipHop Dates Stuttgart", einer der Veranstalter des Ludwigsburger Konzertes sagte gegenüber "Noisey", dass man zu den Vorwürfen als Veranstalter "keine Position einnehmen" möchte. R. Kelly sei wegen seiner musikalischen Karriere und Leistung gebucht worden.


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