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​Elektronisch durch das Wochenende mit Podcasts vom NTS Radio aus London

Femi Adeymi war frustriert vom sich ewig wiederholenden Musikbrei der kommerziellen Radiostationen in Großbritannien. Er wollte etwas schaffen, das abseits von Werbeunterbrechungen und vorgegebenen Quoten stattfindet. Das Ergebnis: NTS live. Das war im April 2011. Heute ist Adeymis Radiosender NTS weltweit einer der beliebtesten und bekanntesten für elektronische Musik.

Über 200 Gäste und eine wechselnde Gruppe von Residents haben es bisher in die kleine Radiostation in Dalston, London, geschafft und so mit der Zeit für ein schier unüberschaubares Feld von genialen Podcasts und Live-Shows gesorgt. Eine kleine Auswahl an Musik aus dem letzten Jahr wird dir dieses Wochenende die nötige Dance-Power verleihen, um am Montag mit schmerzenden Füßen zur Uni oder in die Arbeit zu schlurfen.

Freitagabend
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Moomin

Wir starten dieses Wochenende ruhig, schön und super deep. Der Berliner Moomin ist 2011 auf dem Underground-Spielplatz der elektronischen Musik aufgetaucht, als er bei seinem Hamburger Homie Julius Steinhoff auf dessen Label "Smallville“ seine erste Platte releaste. Fünf Jahre später ist Moomins Musik immer noch wohltuender Balsam für die Seele eines vom Alltag Geschundenen. Für NTS-Radio spielte Moomin dieses Set, das unaufgeregt Spaß macht und dich trotzdem antreibt, die Woche Woche sein zu lassen.

Tipp: Bier auf, Boxen an und die Mitbewohner aus der Versenkung grooven.


Samstagmittag
(Bild: Promo)

Joy Orbison

Wunderbar, du hast es geschafft, den Freitag in deiner Homie-Bubble abzuhängen. Du warst zwar nicht draußen, hast aber mit deinen Kumpels zuhause eine Kiste Bier vernichtet. Jetzt kommt das Set von Joy Orbison richtig gut. Als "A euphoric and percussive wet dream" beschreibt das "Dazed & Confused"-Magazin die Musik des Londoners Peter O’Grady. Seine eigenen Produktionen sind so sphärisch und kraftvoll, dass sich flacher Radio-Elektro mit hochgepitchten Stimmen dagegen wie ein Kinderkarneval anhört. Für deinen Samstag bedeutet das: Auf leichten Sohlen durch die Stadt ziehen und sich besonders arg auf den bevorstehenden Abend freuen.

Samstagabend
(Bild: Promo)

Ben Sims

Drei Stunden. Feinste Auswahl. Volle Power. "Running Red“ heißt die Show auf NTS, bei der Ben Sims eine monatliche Residency inne hat. Eigentlich heißt der gebürtige Londoner Ben Stocker. Er hat die 1990er Jahre in London erlebt, ist über die damals weit verbreiteten britischen Piratensender bekannt geworden und hat dann den Sprung ins internationale Business mit seinem eigenen Label "Theory Recordings" geschafft. Zwar ist Ben mit druckvollem Techno berühmt geworden, doch bei seinen Sets für NTS live nimmt er während der ersten Stunde spielerisch House-Tracks mit Soul-Elementen mit in seinen Mix auf, bevor er anschließend runterbrettert, was die Turntables hergeben.

Sonntag
(Bild: Robert Langendijk)

Hunee und John Gomez

Willkommen bei "Rush Hour Takeover NTS“ mit Hunee und John Gomez. Die zwei DJs und Produzenten des Amsterdamer Labels "Rush Hour" wecken dich mit einem sanften Instrumental-Mix, der sich über die erste der beiden Stunden des Sets zieht. Während du also noch döst und vor dich hinleidest, weil gestern wieder fünf Gin zu viel deinen Hals runtergerannt sind, nehmen dich zwei Profis mit auf ihre musikalische Spielwiese.

Wenn nach einer Stunde der beatlastigere Part des Sets anfängt, ist die Chance, das Bett doch zu verlassen, sicherlich um 50 Prozent angestiegen. Der Grund: Das Set hat mehr positive Energie als eine Hollywood-Komödie!

Alle Sets im Volldurchlauf.

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