Casper is back! Das menschliche Reibeisen hat heute endlich sein neues Video vorgestellt. "Lang lebe der Tod" ist die erste Single aus dem gleichnamigen neuen Album, das am 23. September erscheinen soll. Die Erwartungen sind hoch, denn die letzten Studio-Alben "XOXO" und "Hinterland" standen beide wochenlang auf Platz 1 der deutschen Charts und holten Platin.

Der neue Song und das Video sind, passend zum Namen, extrem düster. Zusammen mit der deutschen Elektro-Pop-Band Sizarr, dem schweizerischen "Schnulzensänger" (er nennt sich wirklich so!) Dagobert und dem Punk-Urgestein Blixa Bargeld feiert Casper eine Party auf den Tod.

Hier gibt es das Video:

Das Video im schwarz-weißen Edgar-Wallace-Look hat es in sich: Eine wütende Meute mit Fackeln und Mordlust in den Augen jagt ein Liebespaar. Sie entführen die junge Frau, der Mann erschlägt einige der Angreifer – eingerahmt von Stroboskoplicht – mit einem Hammer.

Doch dann schneidet die verrückte Sekte dem jungen Mann die Organe heraus. Am Ende zieht ein unheilvoller Schwarm Heuschrecken am Himmel auf. Wir können jetzt schon gespant sein, wie die Geschichte weitergeht – die Videos zum letzten Album bauten auch aufeinander auf.

Der neue Track sticht wieder einmal aus dem Rap-Einheitsbrei heraus: Der Mix grundverschiedenster Musikstile, Instrumente und Sänger, die Geschwindigkeitswechsel und die Emotionalität brechen mit dem aus dem Rap bekannten "Ich bin der Geilste und ficke eure Mütter"-Duktus.

SPIEGEL ONLINE beschrieb Casper deshalb vor einigen Jahren mit den Worten: "Intelligent, poetisch, schwermütig, erdschwer - nie zuvor schürfte deutschsprachiger HipHop so nah am deutschen Grundgefühl."

In der Szene ist Casper dafür stark umstritten: Alles viel zu poppig, zu emotional, zu melodisch. Das kann kein Rap sein. Außerdem entbrennen unter seinen YouTube-Videos regelmäßig Diskussionen, ob der Musiker vielleicht einfach "nur" schwul sei. Der Zeit sagte Casper dazu: "Vielleicht liegt es daran, dass ich dieses Casper-Ding als Einladung an alle verstehe. An meiner Musik soll jeder teilhaben können, sie soll nicht limitiert sein, nicht nur für Metal-, Punk- oder Rap-Fans, nicht nur für Dicke oder Dünne, für Hübsche oder Hässliche."

Was die Kritiker wohl am meisten ärgern wird? Dass "Lang lebe der Tod" mit großer Wahrscheinlichkeit wieder auf der Eins landet.

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