Oder auch: Wie ich zum Satanisten wurde.

Einige Kommilitonen von mir dachten, ich wäre Satanist. Das war im zweiten Semester, als wir an einer Bar standen, miteinander quatschten und das Thema irgendwie auf Religion kam.

Als ich gefragt wurde, woran ich glaube, sagte ich: "Satan!" und erklärte, dass ich Menschenopfer nicht cool finde, aber zu speziellen Anlässen schon mal eine Ziege in einer verlassenen Lagerhalle opfere.

Natürlich totaler Unsinn. Ich bin kein Satanist. Doch meine Kommillitonen verstanden nicht, dass ich einen Witz gemacht hatte. Für sie klang es nur logisch, dass ich Satanist bin. Lange Haare, schwarze Kleidung und spielt in einer Metalband? Klar opfert der Ziegen.

Ich bin nicht der einzige Metalfan, der mit Vorurteilen in Kontakt kommt. Manche Klischees sind nervig, andere stimmen aber auch und sind sogar ganz schön. 

Deswegen kommen hier 13 Situationen, die auch anderen Metalfans bekannt vorkommen dürften:

1. Du darfst auf Mainstream-Partys nicht das Aux-Kabel haben, denn die Menschen glauben, du hörst nichts anderes.

Die anderen geben dir nicht einmal die Chance zu sagen, dass du Techno, oder Old School Rap oder sonst was reinmachen willst. (Manchmal willst du aber nach den ganzen Mumble-Rappern oder Mark Forsters wirklich Metal reinmachen.)

2. Wenn du jemanden mit einem Band- oder Festivalshirt siehst, fühlst du dich gleich verbunden.

Als Minderheit muss man zusammen halten. Da kommt das passende Merch einer Solidaritätsbekundung gleich. Dabei ist es egal, ob du überhaupt die selbe Art von Metal hörst: Ein schwarzes Shirt kann tiefe Verbundenheit auslösen.

3. Überhaupt trägst du nur schwarz.

Passt zu allem und sieht immer gut aus. Egal, ob Beerdigung, Vorstellungsgespräch oder satanisches Opferfest.

4. Die Leute sind überrascht, dass du so ein netter Mensch bist – obwohl du Metal hörst.

Hat sich die Black-Metal-Band "Mayhem" gegenseitig getötet oder Schädelfragmente ihres toten Sängers verschenkt? Ja. Machen das alle Metalheads? Nein.

Die nettesten Leute lernt man auf Metal-Konzerten kennen. Ein Moshpit, Circlepit oder eine Wall of Death bestehen aus Menschen, die sich nicht kennen und trotzdem zusammen Spaß haben. Wenn du im Pit hinfällst, kommen gleich fünf Leute angerannt, um dir aufzuhelfen. 

Außer du gehst auf eine reine Hardcore-Show. Beware of those crowd killers and violent dancers...

5. Manchmal haben Menschen aber auch Angst vor dir.

Dann kann man das aber auch so stehen lassen.

6. "Die Musik ist doch nur Geschrei!"

Kein anderer Musikstil hat so viele verschiedenen Subgenres wie Metal. Es gibt Metalcore, Hardcore, Thrash Metal, Pagan Metal, Progressive Metal, Melodic Doom Punk, Post Metalcore, Post Hardcore... und dabei ist auch genug Melodie und cleaner Gesang. 

7. Über die ganzen Subgenres kannst du aber auch sehr gut streiten.

Probier es aus: Stell dich vor einen Slayer-Fan der ersten Stunde und sag, dass Djent das einzig Wahre ist.

8. Menschen fragen dich nach Gras, da du ja permanent am Kiffen und Saufen bist.

Klar gibt es einige Metalheads, die gerne mal ausgelassener feiern. Aber es gibt auch den Straight Edge-Lebensstil aus dem Hardcore-Bereich – ganz ohne Alkohol und Drogen.

9. Leute glauben, das wäre eine reine Männerdomäne.

Da ist was Wahres dran: Frauen sind im Metal tatsächlich unterrepräsentiert. Da gibt es noch viel Nachholbedarf.

10. Sie glauben sogar, dass Frauen unter den ganzen starken, bärtigen Männern aufpassen müssten!

Guess what: Bärte und lange Haare sind kein Anzeichen für Vergewaltiger. Metal-Fans werden auch nicht übergriffiger als andere Männer. 

Leider gibt es auch unter ihnen, wie in jeder anderen Szene, sexuelle Übergriffe. Viele Musiker und Fans setzen sich aber aktiv dagegen ein, vor allem im Core-Bereich.

11. Wenn du mit Menschen über deine Musik redest, geht es um mehr als den letzten PR-Gag irgendeines Künstlers.

Kanye heißt jetzt Ye? Egal, lass lieber über die Polyrythmen des letzten Dream Theater-Albums reden und warum 20 Minuten für einen Song zu kurz sind.

12. Non-Metalheads, die dir zeigen wollen, wie cool sie sind, begrüßen dich als Spider-Man anstatt mit der Metalfist.

Daumen rein und nicht abspreitzen. But at least you tried.

13. Am Ende ist doch fast kein Gefühl so schön wie der obligatorische "Bang-Over", den man nach einem Konzert hat.

Nur, wenn dein Nacken schmerzt, weißt du, dass der vergangene Abend gut war!


Food

Dieser witzige Instagram-Account macht deinen Mensa-Fraß zum Foodporn
"Was #Foodporn ist, muss wahrscheinlich jeder für sich entscheiden."

Mit Mensa-Essen ist das so wie mit Bahnfahren: Du probierst es immer wieder, doch am Ende bereust du es. Immer. Erst klingt das Gericht vielversprechend, aber geschmacklich ist zwischen Kartoffeln und Nudeln kein Unterschied zu erkennen. Auch optisch sieht selbst jeder selbstgemachte Graupeneintopf mehr nach Sterneküche aus – bis jetzt.

Denn die zwei IT-Spezialisten Roman, 29, und Florian, 26, aus Kassel machen aus dem Mensa-Essen der örtlichen Universität kleine Kunstwerke. Aus Pommes und Schnitzel wird ein kleines Türmchen mit Salat-Spitze, ein Tintenfischring umrundet saftige Spätzle, ein Klecks Soße verziert das Werk. 

Welcher Name könnte alsso passender sein als Mensa-Foodporn, kurz mensa.fudprn: