"Mach den Hub-Hub-Hub"
Bist du bereit für einen Ohrwurm?

Studenten aus Mainz haben einen viralen Hit gelandet. Und egal, wie du den Song findest: Du wirst ihn nicht mehr aus dem Kopf bekommen. Versprochen.

Der Party-Song "Medicopter Mainz17" war eigentlich nur der Mainzer Beitrag für die Medimeisterschaften (Spiegel Online), dem jährlichen Festival der Medizinstudenten an deutschen Unis. Jedes Team überlegt sich dafür ein Motto, einige reichen ein selbstgemachtes Musikvideo ein, bauen eine eigene Bühne – und dann wird ein ganzes Wochenende lang kostümiert auf dem Flugplatz im thüringischen Obermehler gefeiert. 

Ich intubier-bier-bier-bier-bier-bier-bier...

Dass sie mit ihrem Lied so gut ankommen - damit haben die Mainzer nicht gerechnet. "Es lief auf den Medimeisterschaften ungefähr alle fünf Minuten", sagt Ali Abriani, einer der Songschreiber, zu bento. "Es war so ein krasses Gefühl, als 12.000 Leute zu unserem Song getanzt haben."

So sieht es bei den Medimeisterschaften aus:
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Doch aus dem Partyanheizer des Festivals wurde plötzlich viel mehr: "Unser Lied wird extrem gefeiert – unabhängig von den Medimeisterschaften und auch unabhängig von den Medizinern", sagt Ali, "ich habe sogar Videos aus Dänemark bekommen, wo der Song im Club lief."

Lloret de Mar, Mallorca, Goldstrand: Der Medicopter landet gerade auf allen großen Partys. 

Allein auf YouTube wurde der Song schon mehr als 100.000 mal angeklickt. 

Kein Wunder – bei diesem Glanzstück eines Videos:

Gib's zu, du hast ein bisschen den Hub-Hub gemacht.

"Wir brauchten eine Choreo und weil ich schon länger tanze, habe ich mir innerhalb von fünf Minuten einfach diese Moves ausgedacht", sagt Ali. Auch das ganze Lied hat nicht viel länger gedauert: Mit seinem Kumpel Valentin hat Ali den Text innerhalb von einer halben Stunde geschrieben. Alles weitere war dann ein riesiges Gemeinschaftsprojekt der Medizin-Studis.

Die Mainzer Medizin-Studis im Medicopter-Outfit auf den Medimeisterschaften.(Bild: Alexander Plumanns)

Und ob man das Resultat nun gut findet oder nicht: "Die Leute hören einfach nicht auf, dieses Lied zu hören", sagt Ali.

Bei Spotify steht das Lied deshalb seit einigen Tagen auf Platz 1 der deutschen Viral-Charts.
Die Spotify-Charts "Viral 50 Deutschland" (Stand: 4. Juli)(Bild: Screenshot / Spotify)

Und an alle, die es einfach nur furchtbar finden: Auch dafür hat Ali Verständnis. "Ich kann es selber schon nicht mehr hören", sagt er. 

Aber es hilft ja nichts: In seinem Job als Animateur bei Abireisen wird er es in den kommenden Wochen noch so einige Male auf die Ohren bekommen.


Fühlen

In NRW soll es neue Sperrstunden für eine "gefährliche" Kneipenstraße geben
Wie sinnvoll ist das tatsächlich?

Die Bahnhofsstraße in Gronau gilt als einer der gefährlichsten Orte in ganz Nordrhein-Westfalen. Nicht, dass dort der IS ein Kalifat ausgerufen hat oder mexikanische Drogenkartelle die Parkflächen unter sich aufteilen. 

Nein, es gibt eine Reihe von Kneipen, die nachts sehr lange geöffnet haben – und dann betrunkene Gäste, die sich prügeln. Die Drogen nehmen. Die Ärger mit Prostituierten haben. Die andere ausrauben.

Die Stadt Gronau will deshalb nun eine neue Sperrstunde einführen – um Schlimmeres zu verhindern.