Bild: dpa / Paul Buck
Lady Gaga hat zwar nicht den Oscar für den besten Filmsong gewonnen, ihr Auftritt war aber am bewegendsten.

"Til it happens to you", singt Lady Gaga, "you don't know how it feels" in einem weißen Kostüm hinter einem weißen Klavier.

Ihr Auftritt war eine der persönlichsten und bewegendsten Performances bei den 88. Oscar-Verleihungen. Der Song stammt aus dem Dokumentarfilm "The Hunting Ground" über Vergewaltigungen an US-Unis. Lady Gaga thematisiert mit "Til it happens to you" sexuellen Mißbrauch.

Der Song war als bester Filmsong für einen Oscar nominiert. Den Preis gewonnen haben Sam Smith und Jimmy Napes mit dem Song "Writing's on the "Wall" aus dem Bond-Film SPECTRE.

Alles zur Oscar-Nacht:

Der Vize-Präsident der USA, Joe Biden, kündigte die Performance von Lady Gaga an. Seinen Auftritt nutzte er, um mehr Bewusstsein für sexuellen Missbrauch zu fordern.

Lady Gaga singt den Song sichtlich bewegt. Zum Ende des Songs kommen Missbrauchsopfer zu ihr auf die Bühne. "Not your fault" und "Survivor" steht auf den Armen einiger Frauen und Männer. Am Ende reiht sich Lady Gaga in die Reihe der Opfer ein. Auch sie wurde als 19-Jährige vergewaltigt. (Tagesspiegel)

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Der Song hat Brisanz. Die Sängerin Kesha kämpft aktuell gerichtlich gegen ihren Produzenten Lukasz Gottwald ("Dr. Luke"). Sie beschuldigt ihn, sie vergewaltigt zu haben. Seit 2014 fordert sie, ihren Vertrag mit dem Label Sony auflösen zu können. Gottwald bestreitet die Vorwürfe. Bis der Fall geklärt ist, darf Kesha keine neuen Songs veröffentlichen. (bento)

Ihre Meinung zu den Vorwürfen stellt Lady Gaga mit einem Foto auf Instagram klar:

Künstler wie Taylor Swift, Adele und Lena Dunham haben sich mit Kesha solidarisiert. (Gala) Lady Gaga zeigte sich vor vier Tagen bei Instagram Hand in Hand mit der Sängerin.

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