Bild: dpa/Jose Sena Goulao
Sonst wird immer nur Jazz oder Klassik ausgezeichnet.

Was haben Kendrick Lamar, Ernest Hemingway und William Faulkner gemeinsam? Sie alle haben einen Pulitzer-Preis, der als bedeutendster Journalismus-Preis der Welt gilt.

Obwohl es beim Pulitzer in erster Linie um preiswürdige Reportagen geht, werden in einer Kategorie auch Musiker ausgezeichnet. 

Kendrick Lamar ist nun der erste Rapper, der einen Pulitzer erhält.

Sein viertes Studioalbum "DAMN" (2017) wird laut Dana Canedy, Vorsitzende der Verwaltung der Pulitzer Preise, ausgezeichnet, da das Album eine "virtuose Liedersammlung, geeint durch ihre umgangssprachliche Authentizität und rhythmische Dynamik", sei. 

Zum ersten Mal in der 75-jährigen Vergabe des Pulitzers wird der Musik-Preis nicht an einen Künstler aus den Genres Klassik oder Jazz vergeben, sondern an einen Rapper. Die Jury sagt, dass das Album des US-Rappers eindringliche Momentaufnahmen biete, die die Komplexität des modernen afroamerikanischen Lebens einfingen.

Der Pulitzer Preis wird dieses Jahr zum 102. Mal vergeben.

Jedes Jahr werden 21 Preise vergeben, 14 davon an journalistische Arbeiten, in diesem Jahr zum Beispiel für die Enthüllung der Missbrauchsvorwürfe durch Harry Weinstein. Die restlichen Preise gehen an Werke aus Literatur, Musik oder Theater. Die Entscheidung über die Preisträger trägt eine Jury von der Colombia-Universität in New York. (Quartz)


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Weil das Netz "schlecht" wurde: Pub-Kette löscht seine Social-Media-Accounts
Fans müssen Infos nun auf "altmodische" Art bekommen.

Facebook? Datenklau. Twitter? Troll-Krieg. Instagram? Nur noch Inszenierung. So sieht es die britische Pub-Kette "JD Wetherspoon" – und hat bei allen drei Plattformen ihre Kanäle gekündigt.

Das "schlechte Umfeld" auf den Netzwerken, die "abhängig machende Natur" und der "Missbrauch von Daten" habe die Betreiber zur Erkenntnis gebracht, dass sie die Social-Media-Kanäle nicht mehr brauchen. Das gab die Pub-Kette in einem Statement bekannt. (Mashable)

Zu "JD Wetherspoon" gehören 900 Pubs in Großbritannien und Irland, außerdem zahlreiche Hotels. Weder auf Instagram noch Facebook sind sie nun zu finden.