2 Jahre warten für 23 Minuten

2 Jahre warten für 23 Minuten. So lang ist das neue Album von Kanye West. Es heißt "Ye" und enthält sieben Tracks. Vorgestellt hat er es Medienvertretern und Freunden auf einer exklusiven Party in Jackson, einer Kleinstadt in Wyoming. Boxentürme am Lagerfeuer, die Rocky Mountains im Hintergrund, praktisch Wilder Westen. Für alle, die nicht eingeladen waren, gab es einen Livestream und Merchandise, etwa ein T-Shirt für 145 Dollar.

Wie ist Kanyes achtes Soloalbum? Entweder gerade noch okay (Strereogum) oder schon langweilig (The Outline), je nachdem.

Kurzes Album, schnelles Cover: Das Foto auf dem Cover soll während der Anreise entstanden sein, geschossen von Kanye West selbst auf seinem Handy. Drauf geschrieben steht "I hate being Bi-Polar / It's awesome", mindestens eine Anspielung auf sein zuletzt wirres Twitter-Game. Er gab sich unter anderem als Trump-Supporter zu erkennen und nannte Jahrhunderte der Sklaverei selbstgewählt.

Im ersten Track rappt er über Selbstmordgedanken und Pillenmissbrauch. So geht es weiter, immer wieder geht es um seinen geistigen Zustand, über den zuletzt so viel spekuliert wurde.

Wyoming, hier kommt Twitter:


Today

Eine Firma verkauft goldene Ketten, auf denen "Depression" steht
Und wird dafür kritisiert

Die amerikanische Marke ban.do verkauft goldene und silberne Halsketten, an denen psychische Krankheiten in Schriftzügen baumeln. Im Netz wird sie dafür heftig kritisiert.

Jen Gotch, Gründerin von ban.do, will mit dem Schmuck das Bewusstsein für psychische Erkrankungen wecken und Vorurteile abbauen. Die Amerikanerin leidet selbst an einer bipolaren Störung.