Charismatisch, badisch, gut.

Kommt man aus dem Süden Deutschlands, dann ist Karlsruhe vor allem für drei Dinge bekannt: Karohemden-Träger, die am Karlsruher Institut für Technologie studieren, Autos und die Bundesligamannschaft.

Doch Karlsruhe kann und ist viel mehr als das. Neben den Aushängeschildern Mehmet Scholl und Olli Kahn hat die Stadt eine kleine, dafür aber sehr feine kulturelle Szene.

Während das Institut im visuell-künstlerischen Bereich das Herz der Stadt darstellt, spielt der Club Fettschmelze eine entscheidende Rolle in Sachen House-Musik. Einer der Köpfe dieses Clubs ist Hendrik Vogel, der zu diesem Anlass ein exklusives Set eingespielt hat.

Freitagabend: Hendrik Vogel

Zu dieser Jahreszeit dreht sich in Karlsruhe (wie im Rest Badens auch) alles um ein gutes Gläschen Wein. Das Set des in Karlsruhe studierten und festgehangenen Szenografen spielt ein leichtes Gefühl durch die Lautsprecher in unser Wochenende.

Soulige House-Platten mit gemütlichem Discoflavour – das ist es, was Hendrik Vogel in eine spannende und gleichzeitig wohltuende Mischung packt. Zwischendurch eingespielte HipHop-Instrumentals sind dabei kein Störfaktor, sondern höchstens ein Indikator für Einfallsreichtum.

Samstagabend: Skatebard
(Bild: Hendrik Vogel)

Der bärtige Norweger Bård Aasen Lødemel lebt zwar nicht in Karlsruhe, dafür war er der letzte Gast in der Fettschmelze. Die drei mitgeschnittenen Stunden aus seinem dort gespielten Set geben uns die Möglichkeit, das zu fassen, was den Club ausmacht.

Das Rezept der Fettschmelze: a basement, a red light, and a little fett. Nach einem drückenden Anfang spielt sich Skatebard mal durch treibende, mal von Sambarythmen unterbrochene House-Platten und vermittelt uns so die Atmosphäre einer Partynacht in der Fettschmelze

Samstagnacht: Shahrokh Dini

Barbesitzer, DJ, Produzent: Der in Karlsruhe lebende Shahrokh Dini vereint alles, was man für eine gute Clubnacht braucht. Durch seine Releases auf dem Münchner Label Compost Black bekannt geworden, steht seine nächste Veröffentlichung auf selbigem Label bereits in den Startlöchern.

Für eine Partynacht wie geschaffen, kommt sein aktueller Podcast auf dem Kanal des Labels daher. Druckvoll und deep reichert der Betreiber der Karlsruher "Monk Bar" Techno-Nuancen in seinem ansonsten house-lastigen Set.

Sonntagmittag: Peter Clamat
(Bild: Konstantin Mayer)

Der Streifzug durch Karlsruhe ist fast vorüber – höchste Zeit also, einen der wichtigsten elektronischen Söhne der Stadt vorzustellen: Peter Clamat, Labelchef vom Karlsruher House-Label Big Bait Records. Sein Sonntagsset stammt aus der Podcastreihe des Kavantgarde-Magazins, das sich mit Kunst und Kultur aus Karlsruhe auseinandersetzt. Der Sound ist groovig leicht und shaked uns durch den Sonntag.


Retro

Düster und erwachsen? Die Power Rangers kommen zurück!
Alles kommt zurück. ALLES!

Nintendo kündigte erst gestern eine Neuauflage des NES an, Mom Jeans sind super hip, Jeff Goldblum jagt gerade wieder Aliens auf der Leinwand und nun kommen sogar die originalen Power Rangers zurück ins Kino. Und das soll, verspricht zumindest Filmstudio Lionsgate, kein Samurai-Dino-Ninja-Dingeling-Warrior-TM-Kram werden, sondern eine düstere Neuauflage der "Mighty Morphin Power Rangers".

Das kann natürlich alles bedeuten, auf einer Skala von "The Dark Knight" bis hin zu "Fantastic Four". Die bisher veröffentlichten Bilder und die neuen Charakter-Poster sehen aber sehr cool aus – zumindest, was das Design und die Kostüme angeht.