Deep-House-Edition mit Heist Recordings von Detroit Swindle

Dieses Wochenende steht unter dem Motto: House straight outta Amsterdam. Die Künstler sind sich zwar durchweg ähnlich im Bereich Sound und roter Faden, ihre Sets sind jedoch alle smooth und leicht nebenher zu hören. Obwohl die Boys vom Amsterdamer House-Label Heist Recordings durchaus auch Techno können, bleibt er in dieser Wochenendsammlung außen vor.


Freitagabend
(Bild: Promo)

Nachtbraker

Freitagabend. Die von den Weihnachtsferien mitgebrachte Erholung ist spätestens seit Mitte dieser Woche ausgelöscht. Die Lösung des kleinen Durchhängers? Deepe elektronische Musik. Nachtbraker ist seit 2011 ein sicherer Lieferant für LoFi-House, der zwar gerade noch tanzbar ist, sich jedoch von Peaktime-Bangern distanziert.

Der Amsterdamer House-Produzent kratzt seit fünf Jahren an der Oberfläche des Undergrounds der niederländischen Hauptstadt, was ungefähr bedeutet: Abseits der House-Bubble kennt ihn fast niemand. Das sollte sich ändern, denn sein Set in den Heist-Podcasts ist ein mysteriöses Stück voller Richtungswechsel in Stil und Stimmung, das viel Freude macht und beschwingt durch den Freitagabend trägt.

Samstagmittag
(Bild: Promo)

Detroit Swindle

Gut geschlafen? Oder hart gefeiert? Egal, denn an diesem Morgen laufen Lars und Maarten, die House-Heroes und Labelowner von Heist Recordings. Seit sie sich 2011 als DJ und Produzentenduo zusammengeschlossen haben, sind die beiden zu einer Art Botschafter für Amsterdamer Deep-House geworden und prägten das musikalische Jahr 2014 wie kaum jemand anders.

"Viele DJ-Duos haben das Problem, dass einer der beiden ein guter Produzent, aber kein guter DJ, der andere kein talentierter Produzent, aber dafür ein guter DJ ist", sagt Lars. "Wir haben das große Glück, dass wir im Studio und in der DJ-Booth perfekt miteinander funktionieren."

Ihr November-Mix hilft nicht nur, in den Samstagmittag zu starten. Er ruft auch wieder in Erinnerung, dass Deep-House tiefe melodische Synthies und unaufgeregte Klaviermelodien braucht statt weichgezeichnete Saxophon-Samples.

Samstagabend
(Bild: Promo)

Brame & Hamo

Der Sound wird lässiger, die Tracks reichen von Oldschool-Hip-Hop bis zu Funk und Disco: Wir sind beim Samstagabend-Set mit Brame&Hamo angekommen. Von den beiden Iren erschien im vergangenen Jahr auf Heist Records ihre "Parish Rumors EP". Zu Promo-Zwecken veröffentlichten sie einen Podcast mit extrem gutem Sound. In welchem Club läuft heute noch gleich Housemusik?

Sonntag
(Bild: Promo)

Max Graef

German Wunderkind, OYE-Records-Store-Bewohner, Double-Labelowner: Max Graef ist einer der Vielseitigsten seines Fachs. Er ist eine Art Magnetfeld für junge deutsche Produzenten, die alle eine ähnliche Form von House vereint, Jazz mit Disco-House und Beats, die an Oldschool-Hip-Hop erinnern.

Damit wären auch schon die Elemente seines Sets in der Heist-Record-Edition abgedeckt. Zugegeben: Der Anfang ist eher ein Smooth-Jazz-Set, doch es lohnt sich, weiter zu hören. Wem das zu lang dauert, der skippt einfach zu Minute 15. Dann groovt sich der Berliner richtig ein.

Alle Sets im Volldurchlauf.

Noch mehr Musik