Bild: dpa/Daniel Bockwoldt

Die seit Langem drohende Zwangsversteigerung des legendären Hamburger Clubs "Golden Pudel" ist abgewendet worden. Das verkündeten die Betreiber des Pudel am Montag auf ihrer Website – mit den Worten: "Hurrah und wuff - es ist vollbracht!" Damit geht ein langer Streit zu Ende.

Was war passiert?

Wolf Richter, neben dem Künstler Rocko Schmoni einer der beiden Besitzer des Clubs am Fischmarkt, wollte die Eigentümergemeinschaft auflösen und das Gebäude zwangsversteigern lassen. Die gemeinnützige Mara & Holger Cassens Stiftung, die für den Erhalt des Clubs kämpft, soll nun die Anteile von Richter erworben haben – die Versteigerung wird somit hinfällig.

(Bild: Dorle Bahlburg)
Auf der Website des "Pudel" heißt es:

"Das mit ihm verwachsene Stückchen Erde, mit dem Namen St. Pauli Fischmarkt 27, konnte den hitzigen Klauen einer drohenden Zwangsversteigerung entrissen werden! In Zusammenarbeit mit der Mara & Holger Cassens Stiftung wurde Wolf Richters Anteil erworben und nun ist es möglich, das Grundstück in eine Gemeinnützigkeit zu überführen. Somit ist der Ort den Widrigkeiten des Kapitalmarkts davongejagt und es kann weiterhin an der kulturellen Bespielung und sozialen Idee gebastelt werden."

Das mit ihm verwachsene Stückchen Erde, mit dem Namen St. Pauli Fischmarkt 27, konnte den hitzigen Klauen einer drohenden Zwangsversteigerung entrissen werden!
Pudel

Wolf Richter hatte das Gebäude 2008 gemeinsam mit Rocko Schamoni erworben. Richter betrieb im oberen Stock das Café "Oberstübchen", Schamoni den "Golden Pudel Club" im Erdgeschoss. Nach Ansicht der Pudel-Anhänger sei das "Oberstübchen" zu kommerziell ausgerichtet gewesen.

Zwischen Richter und Schamoni kam es zum Streit, für den 20. April diesen Jahres war bereits ein Versteigerungstermin angesetzt. Der musste nach einem Brand, der das Haus teilweise zerstörte und unbenutzbar machte, aufgehoben werden.

Was ist beim Brand passiert?

Wofür ist der Pudel bekannt?

Der Pudel galt lange Zeit als alternativer Szene-Treff in Hamburg. Für die Musiker der Hamburger Schule wie Tomte oder Kettcar wurde er ebenso zum zweiten Wohnzimmer wie für viele prominente DJs und Künstler, die dem Club zu deutschlandweiter Bekanntheit verhalfen.

Wie geht es jetzt mit dem Club weiter?

Nach dem Brand hatte die Betreiber und das sogenannte Park-Fiction-Komitee, das sich für den Pudel einsetzt, neben dem abgebrannten Haus einen neuen Mini-Pudelsalon gebaut. Von dort aus soll an einem neuen Konzept für den Szenetreff gearbeitet werden.

Der Anteil von Musiker Rocko Schamoni soll auch in Gemeinnützigkeit übergehen, sagte Schamonis Anwalt in einer ersten Stellungnahme. Allerdings ist noch nicht klar, wann das Gebäude wieder aufgebaut wird. (Hamburger Abendblatt)

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