Das Glastonbury Festival gehört zu den größten und besten Musik-Festivals der Welt. Auf 100 Bühnen spielt jede Stunde eine andere Band – an drei Tagen in Folge. Darunter ist so ziemlich alles vertreten, was musikalischen Ruhm erreicht hat: Muse, Adele, Coldplay, Beck, um nur einige zu nennen. Auch Tanz, Theater, Comedy und Zirkus ist auf dem Open-Air zu bewundern.

Ein Spaziergang über den Zeltplatz des Glastonbury-Festivals am Montagmorgen lässt einen allerdings ziemlich ratlos zurück: ohne Ende Müll in Form von Bierdosen, Grill-Utensilien, Essensresten, Waschzeug, Handtüchern, Sonnenbrillen und so weiter. Durchaus zu erwarten.

Was allerdings wirklich unfassbar ist: wie viele Luftmatratzen, Schlafsäcke, Rucksäcke und Zelte einfach zurückgelassen werden.

Ironischerweise gilt das Glastonbury aufgrund seiner Hippie-Vergangenheit und der Tatsache, dass der Hauptveranstalter den Großteil des Gewinns wohltätigen Zwecken spendet, als eher kapitalistisch-kritische Veranstaltung. Die Auswüchse unserer Überflussgesellschaft könnten sich aber wohl kaum besser zeigen lassen, als hier auf der Zeltwiese zum Ende eines der beliebtesten Festivals der Welt.


Gerechtigkeit

Time to Rant: Jey Jey Glünderling kann es einfach nicht

In der ersten Staffel unserer Videoserie ärgern sich Poetry Slammer über ein Thema ihrer Wahl. Dieses Mal: Jey Jey Glünderling.

Jey Jey Glünderling ist Autor aus Frankfurt am Main. Seine Texte sind frei nach dem Motto: "Wenn es nicht klatscht, ist es nicht passiert." Nebenbei ist er auch noch leidenschaftlicher Freestyle-Rapper, wie man auf YouTube überprüfen kann.