Bild: imago/Eduard Bopp

Vor einer ausverkauften Halle spielte der Reggae-Musiker Gentleman am Samstag in Köln: Unterstützt von einer siebenköpfigen Band und zwei Background-Sängerinnen unterhielt er sein Publikum  – und nutzte seinen Auftritt für eine politische Botschaft. (Kölner Stadtanzeiger)

Der Sänger zeigte sich besorgt über den Rechtsruck im Land. "Die AfD sitzt in jedem deutschen Parlament", klagte er. Dann formulierte er einen Appell:

Die schweigende Mehrheit in diesem Land muss dagegen endlich die Fresse aufmachen und auf die Straße gehen.
Gentleman

Die Fans applaudierten und zeigten das Peace-Zeichen

Nach der Hessen-Wahl im Oktober zog die Alternative für Deutschland in den letzten AfD-freien Landtag ein. Auf 13,1 Prozent kam die Partei und wurde damit viertstärkste Kraft. (SPIEGEL ONLINE) Bei der letzten Landtagswahl in Hessen vor fünf Jahren hatte die AfD mit nur 4,1 Prozent den Einzug in den Landtag verpasst. 

Gentleman, der mit bürgerlichem Namen Tillmann Otto heißt, platziert in seinen Texten immer wieder Friedensbotschaften, steht für Weltoffenheit und gegen Rassismus ein. 

Mit seinem Statement will er die Deutschen dazu auffordern, die populistischen Parolen der AfD nicht hinzunehmen, sondern aufzustehen, auf die Straße zu gehen und zu protestieren. 

Gentleman ist nicht der einzige, der seine Fans zum Demonstrieren motivieren will: Nach den Ausschreitungen in Chemnitz gaben unter anderem Marteria, Casper, Kraftklub und K.I.Z. ein Benefizkonzert. Unter dem Hashtag #wirsindmehr kämpften sie und die Fans auf den Sozialen Medien Stimmung gegen rechts.


Gerechtigkeit

Steht das wirklich so im Grundgesetz?
Welche Grundrechte sind echt – und welche erfunden?

"Die Würde des Menschen ist unantastbar." Diesen Satz aus dem Deutschen Grundgesetz kennt wahrscheinlich jeder. Aber dann wird es bei vielen eng. 

Was im Grundgesetz steht und was das an Rechten und Pflichten für die Bürgerinnen und Bürger mit sich bringt, wird gerade wieder stärker debattiert.

Friedrich Merz, Kandidat für den CDU-Vorsitz, hatte jüngst in einer missglückten Formulierung das Asylrecht infrage gestellt (bento). Rechtspopulisten verteidigen Hetze gegen Minderheiten als Meinungsfreiheit – oder sehen gar tätliche Angriffe als "Widerstandsrecht" im Grundgesetz verankert.

Also: Wo liegen die Grenzen der Meinungsfreiheit? Haben die Deutschen wirklich ein Recht auf Widerstand gegen den Staat? Und für wen gilt in Deutschland Asylrecht?

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