Aus zwei Ereignissen formen wir heute unsere Musik für das Wochenende:

  1. 2008 gründete Bernhard aus Bern den Blog "Keep it Deep", der sich mit elektronischer Musik beschäftigt.
  2. Schon 1973 lief der Kung-Fu-Film "Enter the Dragon" in den Kinos. In einer berühmten Szene fordert Bruce Lee einen Schüler dazu auf, einen Tritt durchzuführen. Die Anweisung lautet: "I said 'emotional content', not anger!“.

Bernhard hat auf seinem Blog diese Weisheit verinnerlicht. Seit 2015 führt die Seite ein Update. Sie trägt den Namen "emotional content" – und sammelt Musik mit innerer Ruhe.

Wir nehmen diese Worte mit in unser Wochenende und lassen den Goldstücken aus der Keep-It-Deep/Emotional Content-Mediathek seinen Lauf:

Freitagabend: Emanuela De Luca
(Bild: Emanuela De Luca)

Für Emanuela De Luca ist Soul der Kern der Musik. "Für mich muss Musik immer etwas Warmes vermitteln", sagt die einst in Tübingen, heute in Paris lebende Discjockey im Interview mit "Emotional Content".

Wie das klingt, zeigt sie seit rund 21 Jahren an der Seite von Mark Bohlmann bei ihrer Partyreihe "Bag of Goodies". Ebensolche "Goodies" hat sie im Februar 2016 für Emotional Content in Mixform gegossen. Funk, Soul, Disco, brasilianische Boogie-Platten und ein wenig House – und der Alltag ist auf einmal ganz weit weg.

Samstagabend: Eli Verveine
(Bild: Zubar)

A DJ's DJ, ein Discjockey, zu deren Musik auch andere Discjockeys tanzen – das ist Eli Verveine. Die Zürcherin, Mitgründerin des Plattenlabels Tardis Records, hat ihr Handwerk unter anderem in der Dachkantine gelernt. Jenem legendären Club in Zürich, in dem sich Nacht- und Tageszeiten aufgelöst haben.

Mittlerweile ist sie Resident in der Zukunft und spielt regelmäßig im Robert Johnson in Offenbach. Mit ihrer Auswahl an Detroit Techno und trocken-perkussivem House lässt sich der Samstagabend beginnen.

Samstagnacht: June
(Bild: June)

Acid House, Synthpop, New Wave, Industrial, Techno. Zwischen diesen Parametern bewegt sich Tsampikos Fronas, den man vor allem unter seinem Pseudonym June kennt. Als dieser veröffentlicht er mal melancholisch-introvertierte, mal vor lauter Euphorie swingende Stücke auf seinem eigenen Label, das er ebenfalls June nennt.

In seinem Mix drücken die Drums geradezu nach vorne, die Rumpelbässe kicken, die Synthies zwitschern. Peaktime.

Sonntag: Philipp Demankowski
(Bild: Philip Demankowski)

Balearic. Stundenlang zerbrechen sich Nerds den Kopf darüber, was sich hinter dieser Genrebezeichnung wirklich verbirgt. Klar, irgendwas mit Ibiza, der Disco-Blütezeit der Siebzigerjahre und dem quasi jugendlichen Ecstasy-Übermut der späten Achtzigerjahre spielt da mit rein.

Musik für den Nachhauseweg oder den Sonntagnachmittag, wenn die Party weitergehen soll. Genau diese liefert der Dresdner Philipp Demankowski, Mitgründer des Plattenlabels Uncanny Valley Records, mit seinem Mix. Jetzt noch eine Sonnenbrille aufziehen und sich an den Strand träumen.

Alle Sets im Volldurchlauf:


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