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Irland hat ein strenges Gesetz gegen Abtreibungen – das härteste in ganz Europa. Doch das könnte sich bald ändern: Am Freitag wird in Irland ein Referendum gegen den Verfassungsartikel abgehalten, der fast jede Form der Abtreibung strafbar macht. (bento)

Aktivisten beider Lager nutzen nun die letzten Tage vor der Abstimmung, um für ihre Seite zu werben. 

Einer dieser Versuche kam nun allerdings gar nicht gut an – zumindest bei Ed Sheeran.

Abtreibungsgegner hatten offenbar seinen Song "Small Bump" in ihren Kampagnen benutzt. In dem Lied besingt Ed Sheeran sein ungeborenes Kind, stellt sich vor, wie es im Körper der Mutter heranwächst und wie es aussehen wird, wenn er es in den Armen hält. Im Songtext heißt es:

You're just a small bump unborn, in four months you're brought to life
You might be left with my hair, but you'll have your mother's eyes
I'll hold your body in my hands, be as gentle as I can
But for now you're scan of my unmade plans,
A small bump in four months you're brought to life
A small bump in four months you'll open your eyes

Für die Abtreibungsgegner das die perfekte Begleitmusik, während sie für den Schutz von ungeborenem Leben werben.

Ed Sheeran sieht das allerdings anders.

Der Sänger hat gerade zwei Wochen lang Konzerte in Irland gespielt und dabei mitbekommen, was mit seinem Song geschieht. Er postete daraufhin folgendes Statement in seinen Instagram-Stories:

Es sei ihm "wichtig", zu betonen: Er habe die Nutzung in diesem Zusammenhang nie genehmigt und das Anliegen der Abtreibungsgegner sei nicht das, worum es in dem Lied gehe. 

Viel deutlicher wird Ed Sheeran zwar nicht. Auch spricht er sich in seinem Post nicht explizit für das Selbstbestimmungsrecht der irischen Frauen aus. Doch offenbar war es ihm zumindest sehr wichtig, nicht als Accessoire im Kampf gegen Abtreibungen benutzt zu werden.


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Jeder dritte Bufdi bricht vorzeitig den Dienst ab
Die Abbruchrate im Westen Deutschlands ist höher, als im Osten.

Jeder Dritte, der den Bundesfreiwilligendienst beginnt, bricht ihn vor Ende des Jahres ab. Zwischen Juli 2011 und März 2018 haben rund 99.000 so genannte "Bufdis" ihren Dienst vorab beendet, das entspricht einer Abbruchquote von 32 Prozent. Das ergab eine Anfrage der Sprecherin für bürgerschaftliches Engagement der Linken, Katrin Werner, bei der Bundesregierung. Die Zahlen des Bundesfamilienministeriums liegen der Saarbrücker Zeitung vor.