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Erst Vögel, dann Bäume, jetzt die Sicherheitsbedenken

Eskalationsstufe Nummer drei: Es gibt schon wieder Ärger um Ed Sheerans Konzert in Nordrhein-Westfalen, das eigentlich am 22. Juli stattfinden soll. 

Was bisher geschah:

  • Das Konzert sollte ursprünglich in Essen stattfinden. Weil dafür aber Feldlerchen umgesiedelt werden sollten, protestieren Umweltschutzorganisationen. In Deutschland ist die Feldlerche gefährdet und einer ihrer wenigen Nistplätze ist der Flughafen Essen-Mühlheim. Daraufhin verlegte der Veranstalter das Konzert zunächst nach Düsseldorf. (bento)
  • In Düsseldorf sollte das Konzert auf einem Open-Air-Gelände stattfinden, das gerade noch auf dem ehemaligen Parkplatz P1 des Messegeländes Düsseldorf gebaut wird. Ed Sheeran sollte das Gelände einweihen. Doch auch diesmal gab es Ärger: Für die riesige Anlage sollten Bäume versetzt und gefällt werden. Erneut wurde gegen das Konzert protestiert. (bento)
Was ist jetzt das Problem beim Ed-Sheeran-Konzert?

Der Panikforscher Michael Schreckenberg sagte im Interview mit der Westdeutschen Zeitung, dass die Zeit bis zum Konzert nicht reichen werde, um die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten. Schreckenberg sagt:

"Als gebürtiger Düsseldorfer habe ich mich mit dem Thema beschäftigt. Das ist eine überhastete Aktion von Herrn Geisel (Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf). In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass der Aufwand für eine solche Veranstaltung in keinem Verhältnis zum Ertrag steht."

Der Panikforscher hält es nicht für möglich, dass in so kurzer Zeit ein sicheres Konzertgelände gebaut werden könnte. Er befasst sich in seinen Forschungen mit dem Verhalten von großen Menschenmengen in Fußball-Stadie und bei Konzerten. Als weiteres Problem sieht er außerdem die Wetterlage, die bei solchen Freigeländen ein großer Risikofaktor sein könne. 

Wie geht es jetzt weiter?

Schreckenberg schlägt eine Alternative zum Open-Air-Gelände vor: Die benachbarte Esprit-Arena. Das Problem ist allerdings, dass bereits 84.000 Konzertkarten verkauft wurden. Die Esprit-Arena fasst nur 45.000 Besucher. Ob sich die Umweltschützer und der Panikforscher durchsetzen werden ist offen. 

Es bleibt spannend. 

Future

Für 260 Euro im Monat: Berlinerinnen vermieten Zelt auf ihrem WG-Balkon
Bad darf aber benutzt werden.

Marie ist 22 Jahre alt, Bianca 24. Beide leben in Berlin in einer WG und suchen nun einen neuen Mitbewohner – für ihren Balkon. Aus "finanziellen Gründen", so schreiben sie auf wg-gesucht.de, würden sie nun dort einen Zeltplatz anbieten. 

Der Balkon habe zehn Quadratmeter, das eigentliche Zelt dann etwa zwei Quadratmeter Fläche. Zugang zu Küche und Bad gebe es selbstverständlich. Die Miete beträgt 260 Euro warm im Monat. Marie und Bianca schreiben:

"Falls es dich nicht stört, wenn wir uns ab und zu auf dem Balkon sonnen oder am Abend einen Drink dort zu uns nehmen, freuen wir uns, von dir zu hören :-)"