Bild: Jens Kalaene/dpa
Held des Tages

Wer noch spontan auf ein bereits ausverkauftes Konzert gehen will, wird auf Ticketbörsen wie "Viagogo" oftmals noch fündig – allerdings häufig zu stark überhöhten Preisen. Das nervt vor allem Fans, aber auch Künstler. Ed Sheeran ging gegen die Ticketbörse nun in Hamburg gerichtlich vor – und erreichte eine einstweilige Verfügung gegen "Viagogo".

Um was ging es vor Gericht?

Der britische Superstar kommt nächstes Jahr für vier Konzerte nach Deutschland – auf den Hockenheimring sowie nach Hannover. Stehplätze gibt es für drei der Open-Air-Konzerte noch, die Sitzplätze sind beim offiziellen Ticket-Anbieter Eventim aber nicht mehr verfügbar. 

Diese lassen sich jedoch angeblich bei der Ticketbörse "Viagogo" zu Preisen von teilweise mehr als 800 Euro kaufen. Dabei sind die Tickets personalisiert und unterliegen einem Weiterverkaufsverbot. Ed Sheeran und der Hamburger Veranstalter FKP Scorpio gingen deshalb vor Gericht. 

Dort setzten sie durch, dass es dem Zweithändler verboten wird, "Tickets mit der Behauptung anzubieten, es handele sich dabei um Eintrittskarten, die den Käufer zum Besuch eines Ed Sheeran-Konzertes berechtigen", teilte der Konzertveranstalter mit. Außerdem dürfe "Viagogo" nicht mehr behaupten, die Tickets zum Originalpreis anzubieten, wenn dies gar nicht der Fall sei.

Warum geht Ed Sheeran gegen "Viagogo" vor?

Es ist nicht das erste Mal, dass der Sänger sich so auf die Seite seiner Fans stellt. Denn bereits auf früheren Tourneen wurden bei "Viagogo" Tickets verkauft, mit denen die Fans am Ende nicht zu den Konzerten eingelassen wurde. In Zürich bekamen die betrogenen Fans ihr Geld zwar zurück, vom Konzert hatten sie am Ende aber nichts. (SRF)

Das wollten Ed Sheeran und FKP Scorpio in Deutschland nun verhindern – und waren damit erfolgreich. "Viagogo" gerät immer wieder in die Kritik, die Verbraucherzentrale Bayern warnt vor Käufen bei der Plattform: Dort würden immer wieder auch Tickets angeboten, die es in Wahrheit gar nicht gebe. 

Tickethändler Eventim hat bereits reagiert und selbst eine Plattform für Weiterverkäufe von Tickets eingerichtet: Dort können auch personalisierte Tickets an andere Personen verkauft werden – allerdings nur zum Originalpreis.


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