Bild: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa
Wer veranstaltet jetzt eine Mahnwache dafür?

Nachdem sich zahlreiche Musiker vom Musikpreis "Echo" distanziert haben, um ein Zeichen gegen die antisemitischen Textzeilen von Kollegah und Farid Bang zu setzen, distanziert sich nun sogar das "Echo"-Komittee von sich selbst

Zwar brauche der deutsche Musikmarkt eine große Auszeichnung wie den "Echo". "Man wolle jedoch keinesfalls, dass dieser Musikpreis als Plattform für Antisemitismus, Frauenverachtung, Homophobie oder Gewaltverharmlosung wahrgenommen werde", schrieben die Verantwortlichen auf der Homepage.

Die Konsequenz wird nun überraschend radikal gezogen: Den "Echo" wird es in seiner aktuellen Form nicht mehr geben. Zu groß sei der Schaden an der Marke, zu sehr sei deutlich geworden, dass ein Neuanfang nötig sei. 

Was das genau bedeutet, bleibt zunächst unklar. Aber auch ein Mangel an wirklich konkreten Informationen hindert den durchschnittlichen Twitter-User natürlich nicht daran, ein paar unterhaltsame Randbemerkungen abzugeben. 

Die "Echo"-Abschaffung in Tweets:

Wer gibt seinen Pokal jetzt noch alles zurück?

Kein Echo mehr? Das beschäftigt diesen Herrn besonders:

Vielleicht wurde der "Echo" einfach schlecht gehalten?

Moment mal: Lässt sich dieses Phänomen vielleicht irgendwo wiederholen?

Aber mal im Ernst, letztendlich ist damit eben niemandem geholfen...

...außer Kollegah und Farid Bang:

Am Ende ist eh alles nur Show:


Fühlen

Wir müssen auf die Frage "Wie geht's dir?" endlich ehrlich antworten!
Einfach mal sagen, was alles schief läuft.

Wir müssen reden. Über unsere Antwort auf die Frage: "Wie geht es dir?“

Das Leben ist nicht immer geil, dafür aber in anderen Momenten doppelt schön. Es geht hoch und wieder runter. Jeder ahnt, dass es allen so geht. Trotzdem lügen wir ständig. Fragt uns jemand, wie es uns geht, sagen wir oft "Super, und dir?“, statt: "Im Moment habe ich manchmal Angst, dass das mit der Ehe eine dumme Idee war." Wir sagen "Alles gut", statt: "Mein Job langweilt mich zu Tode, aber ich brauche das Geld." Wir lügen, wenn es um unsere Gesundheit geht, unsere Frustration, unsere Trauer.

So geht es den ganzen Tag. Alles ist super, ist aushaltbar. Nur den besten Freundinnen und Freunden, der Partnerin oder dem Partner, nur den Eltern sagen wir vielleicht, wie es wirklich ist. Dabei könnte alles echter und leichter sein, wenn wir anfingen, auch sonst auszusprechen, was uns bewegt.