Bild: flickr.com/foradoeixo (CC BY-SA 2.0)

Bei den Blogrebellen präsentieren wir schon seit Jahren Tanzmusik, die global beliebte Genres mit lokalen Einflüssen aus aller Welt kreuzt, untet dem Label "Don’t call it World". Eine kleine (und ganz sicher unvollständige) Auswahl der besten Global Sounds:

Afro House

Minimale Instrumentierung, synkopierte Snares und der Sound der Kalimba: Afro House erlebt mit diesen Zutaten zur Zeit sein x-tes Revival. Während in den letzten 20 Jahren hauptsächlich weiße Männer Musik vom afrikanischen Kontinent sampelten, haben die Aktivisten der aktuellen Welle ihre Wurzeln tatsächlich dort - irgendwie grotesk, aber natürlich absolut zu begrüßen.

Global Bass

Global Bass ist einerseits ein Oberbegriff für viele Tanzmusikgenres mit globalen Einflüssen, andererseits wird es oft für den Stil genutzt, der Major Lazer bekannt gemacht hat. Wir haben für bento bereits einen ganzen Artikel darüber geschrieben, was es an Alternativen abseits der Charts für alle Freunde der Mischung von Worldmusik-Elementen und Bassmusik gibt: hier entlang.

Latin Drum & Bass

Es passiert zwar nicht mehr all zu viel auf diesem Gebiet, aber südamerikanische Zappel-Percussion und hyperaktive Drum- und Bass-Beats passen einfach so unfassbar gut zusammen, dass sie hier natürlich auch erwähnt werden müssen. Bestes Beispiel und gleichzeitig größter Hit dieses Subgenres: Dj Marky & Xrs feat. Stamina Mc - LK (Carolina Carol Bela). Nicht ganz so bekannt, aber mindestens ebenso gut: Fernanda Portos “Sambassim” im DJ Patife Remix (YouTube).

Gypsy Sound

"Gypsy" bedeutet zwar direkt aus dem Englischen übersetzt "Zigeuner", ist aber historisch nicht so belastet, wie der deutsche Ausdruck und für die Musik von Roma und Sinti schon lange gebräuchlich. Die flirrenden Geigen haben schon im Jazz ihren Platz gefunden, zu Bassmusik und Dubstep passen sie ebenfalls sehr gut. Bestes Beispiel, "Valium Gitan" von Sa Bat Machines.

Afrobeat

Afrobeat, Fela Kutis Erbe, ist sowohl als eigenständiges Genre wie auch als Einfluss in verschiedenen Stilen elektronischer Tanzmusik nicht tot zu kriegen. Fela Kutis Söhne Femi und Seun und Bands wie das Antibalas Afrobeat Orchestra touren nach wie vor und treten in ausverkauften Häusern auf. Tony Allen, Fela Kutis Drummer macht immer wieder tolle Kooperationen mit Elektrokünstlern wie zum Beispiel Moritz von Oswald. Die interessanteste Koop seit einiger Zeit ist seine ganz aktuelle Veröffentlichung mit der französischen Disco-Legende Cerrone. Wenn wir ganz ehrlich sind, ist es aber fast egal, mit wem Tony Allen zusammenarbeitet. Er drückt mit seinem unverwechselbaren Schlagzeugspiel sowieso jeder Produktion seinen Stempel auf.

Bhangramuffin

Die Mischung aus indischem Bhangra und Hip Hop oder Raggamuffin schwelte schon jahrelang im Unterground, bevor Panjabi MCs "mundian to bach ke" weltweit abräumte. Tatsächlich war selbst dieser Track schon einige Jahre alt, bevor er im Westen 2003 durch die Decke ging. Danach verschwand der Stil wieder im Untergrund, wo er nach wie vor produziert und geliebt wird. Ein anderer Künstler, der viel für die Popularität von Bhangra tat, ist Bally Sagoo.

Reggae / Ragga / Dancehall

Wenn es die eine Weltmusik gibt, die auf dem ganzen Globus gehört wird, dann ist das Reggae. Wobei Reggae kein Genre ist, sondern ein ganzes Musikuniversum. Es gibt wohl auf der ganzen Welt kaum ein Land, in dem Reggae nicht in der einen oder anderen Variante Einfluss auf die lokale Musik ausgeübt hat. Selbstredend ist es vollkommen unmöglich, dem Kosmos Reggae mit diesem kurzen Text und einem Beispiel auch nur annähernd wirklich gerecht zu werden. Wir haben uns für Seeed aus Berlin entschieden, weil deren erstes Album nach wie vor als eines der besten deutschsprachigen Reggae-Dancehall-Alben gilt und weil "Dancehall Caballeros" immer noch ein absoluter "Killer-Tune" ist.

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