“Ein Festival wie kein anderes”, “Wer nicht da war, kann’s nicht verstehen” oder “Was auf der Fusion passiert, bleibt auf der Fusion” Man kennt diese Sätze. Doch was steckt dahinter? Was ist die Fusion, abgesehen vom selbst propagierten Ferienkommunismus?

Die Fusion ist ein Festival, das nicht gerne in der Öffentlichkeit steht. Es bietet den Gästen eine Art Schutzraum vor boulevardesken Blicken.

Den Charakter des Festivals machen die DJs, Bands und Künstler aus, die über die Jahre einen eigenen Sound geschaffen haben, der sich in vielen musikalischen Facetten widerspiegelt. In vier Podcasts (alles Liveaufnahmen) werdet ihr auf musikalischem Weg an das Festival vom vergangenen Wochenende erinnert.

Freitagabend: Johannes Albert
(Bild: Marlen Muller)

Wir starten an der “Sonnendeck”-Bühne. Berlin-based House-Boy Johannes Albert spielt genau jenen Sound, wie man ihn auf dieser Tanzfläche der Fusion über fünf Tage lang gehört hat. Fröhlich, funkig, groovig: Wer einen soften Einstieg in die Fusion haben möchte, der kann sich hier prächtig warmtanzen.

Samstagnachmittag: Paradise Hippies

Während auf anderen vergleichbar großen Festivals für Künstler unter 5.000 Facebook-Likes schon länger keinen Platz mehr ist, bietet die Fusion genug Bühnen, um auch sie spielen zu lassen. Die in Hamburg lebenden Paradise Hippies spielten in der Tubebox ein 2,5-Stunden-Set, das den Partyhunger auch an diesem Samstag groß werden lässt.

Die Mischung aus Downbeat mit schneller werdenden Parts, Dubstep-Subbasslines und lockerem House zeigt, was die Künstler meinen, wenn sie ihrem Set die Eigenschaft "too for spiritual healing" zusprechen.

Samstagnacht: Thomas Schumacher

Die Nacht gehört dem Techno. Auf der Fusion hat die Nacht lediglich die Funktion, den vielen Lichtern und Installationen die Möglichkeit zu geben, sich in all ihrer Pracht zu entfalten. Das Set vom gebürtigen Bremer Thomas Schumacher stellt ein Paradebeispiel für den Techno-Sound des Festivals dar. Verspielt, kraftvoll, melodisch – so stampfen und tanzen die Fusionisten am liebsten.

Sonntag: Maes

Auch wenn die Fusion dafür bekannt ist, dass man hier "fünf Tage Vollgas gibt", schlängeln sich neben dem großen Massentanzen auch die gemütlichen elektronischen Klänge ins Programm. Maes’ Set von der Dubstation ist eine warme Badewanne voller wohltuendem, ruhigem Downbeat House. Das pumpt und brummt auf tiefer Frequenz und hohem Niveau – genau das Richtige, für den Sonntag danach.

Alle Sets im Volldurchlauf