Das sind die acht besten deutschen Coverversionen
1. Cindy & Bert - Der Hund von Baskerville

Och nö! Da haben die Schlagerfuzzis Cindy und Bert doch tatsächlich "Paranoid" von Black Sabbath gecovert – einen Tropfen aus der Heavy-Metal-Ursuppe.

Das machten sie dann immerhin so skurril und gleichzeitig so gut, dass das Ding bei den Freunden schräger Musik heute Kult ist. Ein perfektes Beispiel dafür, dass deutscher Schlager nicht schon immer mutloser Einheitsbrei war.

2. Nana Mouskouri - Guten Morgen Sonnenschein

Nicht nur ein Riesenhit, den auch noch heute jedes Kind mitsingen kann – sondern auch ein einziges Klischee über die Deutschen.

Hüftsteif und mit einer Attitüde, die am ehesten als Deutschlehrer-Charme durchgeht, arbeitet sich Nana Mouskouri mit unbewegter Mine durch den Song. Das Original von Martinho da Vila hat da schon mehr zu bieten.

3. Kay Boehm - Style und das Geld

Ob Bushido und Kay One "Style und das Geld" ironisch meinten, wissen wir nicht genau. Anders verhält es sich mit der Coverversion von Jan Böhmermann, die den bitterernsten Straßenrap auf die Schippe nimmt. Sorry Bushido, du kannst einpacken.

4. dicht und ergreifend - Forever Youngg'sey

Manu Chaos "Me gustas tu" als bairischer Hip Hop mit Blechbläsern? Yesssss! Wir kennen kaum einen Track, der einem derart das Grinsen ins Gesicht treibt, wie "Forever Youngg'sey" von dicht & ergreifend. So müssen Coverversionen sein.

Die Hookline des Originals sichert die Neugier der Hörer, das überaus dicke Arrangement rockt jede Party, die sich irgendwas mit "Global Beats" auf die Fahnen geschrieben hat.

Funfact: Trotz bayerischem Migrationshintergrund hat es monatelang gedauert, bis wir die Bedeutung von "Youngg'sey" ergründeten. Mittlerweile wissen wir: Es steht für "Junggeselle".

5. MC Fitti - Ich bin der What'sapper

Da wir nicht dabei waren, können wir uns nur ungefähr vorstellen, was sich MC Fitti beim Covern von Ini Kamozes 90er-Fetenhit "Here comes the Hotstepper" gedacht hat.

"Wir brauchen was, das auf jeder Party funktioniert, am besten rockt es Kiddies und ihre Eltern und hat eine Hookline, die man auch im kompletten Vollsuff noch mitsingen kann. Dann bauen wir einen Text drumherum, der so ein bisschen die Medienwelt von heute widerspiegelt, dann springen bestimmt die Blogger auch mit drauf an."

Tja nun, hat ganz gut funktioniert, würden wir sagen.

Lass uns Freunde werden!

6. Flip & Average - Regulieren

Zeit für ein bisschen Authentizität. Humorvolle Coverversionen können durchaus großen Respekt für die Originale bedeuten.

So geschehen bei den "Tuesday Classics" der Rapper Flip & Average, das nur aus Coverversionen großer Hip-Hop-Hits der 80er und 90er besteht. Diese übersetzen sie dann fast wortwörtlich ins österreichische Idiom.

7. Murano - Komm trink aus Jack

"Hit the Road Jack" von Ray Charles dürfte zu den meistgecoverten Songs aller Zeiten gehören. Darunter befinden sich auch perfekte Versionen wie jene von Mo' Horizons, die schon ihrerseits Klassikerstatus haben.

Getreu des Mottos unserer kleinen Sammlung muss es von einem solchen Überhit natürlich auch eine deutsche Fassung geben. Die Version, die bei uns hängenblieb, ist die des belgischen Sängers Murano.

8. Thomas Gottschalk, Frank Laufenberg, Manfred Sexauer - Rapper's Deutsch

Zum Schluss ein echtes Highlight. Thomas Gottschalk, Frank Laufenberg und Manfred Sexauer coverten 1980 "Rappers Delight" im deutschen Fernsehen und haben damit einen, wenn nicht gar den ersten deutschen Rap abgeliefert.


Today

Equal Pay: Wie die Claire-Darstellerin aus "House of Cards" zu mehr Gehalt kam
Go for it, Robin Wright!

In der Polit-Serie "House of Cards" spielt sie die eiskalte Claire Underwood, die ihrem Ehemann Frank in konspirativer Energie und Machtstreben in nichts nachsteht. Ungleich war allerdings die Bezahlung von Robin Wright und Kevin Spacey – bis die Darstellerin den Produzenten die Pistole auf die Brust setzte. Das berichtet die amerikanische Huffington Post.

"Ich sagte: 'Entweder, ich bekomme die gleiche Gage wie Kevin, oder ich gehe an die Öffentlichkeit'", sagte Wright demnach bei einer Veranstaltung in New York. "Ich habe mir die Statistiken angesehen und herausgefunden, dass die Figur der Claire bei den Zuschauern eine Zeitlang populärer war als die des Frank. Daraus schlug ich Kapital."