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Endlich Wochenende!

Samstagabend in deiner Stadt: Du überlegst, ob du dich an die endlose Schlange vor dem Berghain in Berlin drängen sollst. Oder stehst in München vor dem MMA, und kommst nicht rein. In Hamburg geht die beste Party angeblich im Bunker. Und in Köln führt kein Weg am Odonien vorbei, das schwört zumindest dein bester Kumpel.

Für alle, die auch mal einen anderen Club ausprobieren möchten gibt es hier die besten alternativen Clubs für deine Wochenendgestaltung.
HAMBURG

Pal

Warum gerade das Pal: Wenn du keine Lust mehr auf den Hamburger Berg hast und mal wieder so richtig viel und verwegen tanzen willst, dann ist das Pal im Karoviertel dein Anlaufpunkt des Abends. Hierbei handelt es sich um einen wirklich exaltierten Club, zwischen dem Monkeys und dem Villa Nova, in dem seit gut zwei Jahren bis morgens um 10 Uhr gefeiert wird.

Der beste Zeitpunkt, um ins Pal zu gehen, ist ab 4 Uhr morgens, dann kannst du bis über den Sonnenaufgang hinweg in der Dunkelheit des Pal den Tag anbrechen lassen.

Was kostet das: Der Eintritt kostet dem extrem guten Line-up angemessen im Durchschnitt zwischen 10 und 12 Euro.

Wie komme ich rein: Du solltest du die lässigsten und hippsten schwarzen Klamotten anhaben, die du besitzt.

Wo ist das: Karolinenstraße 45 (Haltestelle: Sternschanze oder Feldstraße)

Musik: Elektro, Techno, House. Mehr Infos findest du auf Facebook.

BERLIN

Ohm

Das Ohm in Berlin(Bild: Theclubmap )

Warum gerade ins Ohm: Wenn ihr wirklich nicht ins Berghain gehen wollt, solltet ihr das Ohm ausprobieren! Das Ohm ist für Berliner Verhältnisse entspannt. Es liegt neben dem Tresor und ist der alte Batterieraum eines Heizkraftwerks. Allgemein gibt es für eine gute Party in Berlin 3 Regeln die ihr beachten solltet.

  1. Um reinzukommen solltet ihr wissen, welcher DJ an dem Abend auflegt, denn sonst kommt ihr nicht am Türsteher vorbei – also Recherche muss sein.
  2. Bitte tragt keine Klamotten mit sichtbarem Label – außer vielleicht eure Nike Tennissocken.
  3. Hier gilt mehr Drogen und weniger Alkohol. Es wird sich nicht betrunken. Wer das macht, wird komisch angeschaut. Das Gute am Ohm ist, hier kannst du alleine hingehen, du brauchst keine Begleitung, um Spaß zu haben. Die Menge ist friedlich und nicht aufdringlich. Und wie gesagt die Berlin Regeln werden hier auch gerne mal außer acht gelassen – ein hoch auf die Lässigkeit des Ohm.

Was kostet das: Der Eintritt beträgt zwischen 5 und 10 Euro.

Wie komme ich rein: Siehe Berliner Regeln.

Wo ist das: Köpenicker Str. 70 (Haltestelle: Heinrich-Heine-Straße)

Musik: Experimenteller Elektro, Minimaler Elektro, Techno. Mehr Infos findest du auf Facebook.

Wie sehen Leute nach dem Feiern aus? Klick dich durch unsere Nachtschwärmer:
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KÖLN

Helios 37

Das Helios 37 in Köln(Bild: Facebook/Helios 37 )

Warum gerade das Helios 37: In Köln-Ehrenfeld gab es über Jahrzehnte Club-Institutionen wie den Sensor Club und die Papierfabrik , die auch über die Stadtgrenzen hinweg eine Partylocation waren und zu der sogar die Freunde aus Düsseldorf kamen. Die Baumaßnahmen der Stadt waren aber wichtiger als die zahlreichen, schönen und individuellen Clubs in Köln und so mussten sie alle schließen. Neben dem Yuca, dem neuen Laden neben dem Clubbahnhof Ehrenfeld, gibt es nun aber das Helios 37.

Mehr als ein Jahr lang wurde an der Veranstaltungslocation gewerkelt und nun finden alle, die Street Art, Lichtinstallationen und ein typisch lässiges Köln auf einem Platz erleben möchten, im Helios 37 einen Platz. Hier gibt es, wie so oft in Köln, unterschiedliche Partyreihen, die die spektakuläre Lightshow nutzen und wilde Partynächte bieten.

Was kostet das: Der Eintritt variiert zwischen 8 und 15 Euro.

Wie komme ich rein: Wichtigste Regel hier, wie auch sonst in Köln: Sei so wie du bist und komm', wie du morgens das Haus verlassen hast.

Wo ist das: Heliosstraße 37 (Haltestelle: Venloerstraße/Gürtel)

Musik: Je nach Veranstaltungsreihe – von Old-School HipHop über Deep House bis Techno. Mehr Infos auf Facebook.


MÜNCHEN

Awi

Das Awi in München(Bild: Facebook/Awi )

Warum gerade das Awi: Jedem, der schon einmal in einer anderen deutschen Stadt feiern gegangen ist, wird auffallen, dass die Münchner im Vergleich zu anderen Städtern abends eher weniger lässig unterwegs sind. Im Awi ist es daher erfrischend anders. Neben dem nicht vorhandenen Eintritt, sorgt der Türsteher höchstens dafür, dass sich kein Highsociety-Girl vordrängelt. Das Astra gibt’s für humane 2,50 Euro und die Anlage ist erschreckend schlecht. Dass der Sound eher durch suboptimal aufgebaute Boxen hervorsticht, ist aber eventuell eher dem lässigen Konzept zu schulden.

Die DJs, die hier auflegen sind unglaublich unterschiedlich und spielen irgendwas zwischen Achtzigerjahre-Disko-Sound und Yung Hurn. Und: Im Awi kann man auch erst im 5 Uhr morgens vorbeischauen.

Was kostet das: Eintritt frei!

Wie komme ich rein: Goldene Regel im ehemaligen Pop-up-Store lautet: Sei nicht aufgesetzt und schwitze viel.

Wo ist das: Müllerstraße 6 (Haltestelle: Müllerstraße / U-Bahn: Sendlinger Tor)

Musik: Diskomusik, Funk, House, Electro, HipHop. Mehr Infos auf Facebook.

DÜSSELDORF

Cube

Warum gerade das Cube: In Düsseldorf in die Altstadt zu gehen ist am Wochenende mit vielen größeren und kleineren menschlichen Herausforderungen verbunden. Wer sich nicht auskennt, landet in einer der unzähligen Keller-Clubs mit schlechter Musik und Touristen, die sich ausziehen und mal mehr, mal weniger übergriffig sind. Wer keine Lust auf diesen menschlichen Hindernisparcours hat, der geht ins Cube.

Dieser Club existierte erst in Paderborn und wurde dann nach Düsseldorf exportiert. Die DJs sind ausgewählt und es gibt diverse Veranstaltungen. Hier trifft man entspannte Düsseldorfer mit bunten Haaren und angesagten Klamotten. Wer also in Düsseldorfer Altstadtnächten ohne Proleten auskommen möchte, geht ins Cube.

Was kostet das: So um die 10 Euro.

Wie komme ich rein: Irgendwas zwischen stylisch und entspannt.

Wo ist das: Mertensgasse 8 (Haltestelle: Heinrich-Heine-Allee)

Musik: Alles! Von DJ Sets über Live Musik – Rock bis Elektro. Mehr Infos auf Facebook.

STUTTGART

White Noise

Warum gerade das White Noise: Das frisch eröffnete White Noise geht immer, draußen und drinnen, abends, nachts und morgens. Wer allerdings nicht auf elektronische Musik tanzen gehen will, der muss sich einen anderen Ort suchen. Im White (der Bar) können Gäste draußen und drinnen eine für Stuttgarter Maßstäbe szenige Atmosphäre genießen und bei recht teuren aber leckeren Cocktails und Longdrinks Leute gucken – und selbst die Crowd auschecken.

Im Noise (dem Club) hingegen legen nationale und internationale DJs für die Rund 300 Gäste auf. Hier wird bei extrem gut ausgewählter elektronischer Musik durch die Nacht getanzt und in einer cleanen Umgebung zeigt Stuttgart, wie hip auch die Schwaben sein können.

Was kostet das: Zwischen 7 und 12 Euro.

Wie komme ich rein: Entspannte Kleidung, aber stylisch.

Wo ist das: Eberhardstraße 35-37, Stuttgart (Haltestelle: Rathaus)

Musik: Elektro. Mehr Infos auf Facebook.

LEIPZIG

Institut für Zukunft

Warum gerade das Ifz: Wenn du keine Lust mehr auf Berlin hast, dann ist Leipzig mit dem Ifz eine Abwechslung. Aber Achtung: Auch wenn die Beton-Industrie-Atmosphäre ans Berliner Berghain erinnert - den Vergleich hört man hier gar nicht gerne. Noch ätzender finden sie hier nur (wie im Berghain übrigens), wenn jemand Fotos macht.

Hier hat ein Kollektiv in Eigenregie und mit Hilfe von Crowdfunding einen Club beziehungsweise ein Areal geschaffen, welches versucht, möglichst keinen Mainstream-Zwängen zu erliegen. Es gibt Initiativen, die immer weiter an dem Aufbau mitwirken. So wird zum Beispiel versucht, ein geschlechtlich gleichberechtigtes Konzept von DJs zu verwirklichen.

Die Türpolitik verhindert Aussetzer in der Gästeriege und dennoch gibt es ein sehr durchmischtes Publikum. Wenn du offen bist für Avantgarde-Musik-Experimente, dann ist das Ifz dein Laden der Wahl. Für die alternative Szene in Leipzig ist das Ifz keine Neuheit, es besteht seit 2014. Aber alle, die noch nicht dort waren, sollten vorbeischauen – es gilt eine Subkulturlocation mitzugestalten.

Wie komme ich rein: Das Berghain von Leipzig halt.

Wo ist das: An den Tierkliniken 38 (Haltestelle: MDR Leipzig /An den Tierkliniken)

Musik: Vieles, aber nur Besonderes. Die Betreiber legen Wert auf den kulturellen Anspruch. Elektronische Tanzmusik steht im Vordergrund. Mehr Infos auf Facebook.

FRANKFURT

Silbergold

Warum gerade das Silbergold: Weil man sich dort nicht in Highheels die Knochen brechen muss, um am Türsteher vorbei zu kommen wie in vielen anderen Frankfurter Läden. Die schönen Freundinnen von XY kommen nicht ins Silbergold. Dafür gibt es viele entspannte Studenten und Hipster, die das gelungene durchmischte Line-up des Silbergold genießen.

Zudem kann hier jeder zu humanen Getränkepreisen die Nacht überleben, ohne unter dem Wasserhahn hängen zu müssen. Wem die Musik im Erdgeschoss eines Parkhauses zu langweilig ist, oder für diejenigen, die nicht gerne Tanzen, bietet das Silbergold einen Kicker und eine Spielekonsole. Aber auch nach der Vergrößerung des Clubs ist es hier oft super voll.

Was kostet das: Die Eintrittspreise sind unschlagbar, denn häufig ist der Eintritt umsonst oder liegt bei rund 5 Euro.

Wo ist das: Heiligkreuzgasse 22 (Haltestelle: Konstablerwache)

Musik: HipHop, Indie und alles aus der Elektrokiste. Mehr Infos auf Facebook.

Noch mehr Party auf bento:


Streaming

Bedroht ein altes Gesetz wirklich die Existenz deutscher YouTuber und Streamer?
Wir beantworten die wichtigsten Fragen
Was ist passiert?

Die Landesmedienanstalten haben sich "PietSmietTV" vorgenommen, eines der erfolgreichsten deutschen Streaming-Kollektive. Das fünfköpfige Team spielt Videospiele vor Tausenden von Zuschauern live im Internet. Auf Twitch bieten sie einen 24-Stunden am Tag laufenden Videostream an, auf dem alte Videos gezeigt werden.

Weil das eigentlich so etwas wie herkömmliches Fernsehen ist, meldet sich jetzt die für das Fernsehen zuständige Aufsicht. Bis zum 30. April haben die Jungs nun Zeit, eine Rundfunklizenz zu beantragen, die sie zwischen 1000 und 10.000 Euro kosten kann. Ohne Lizenz müssten sie den Stream abschalten. (Wired)

Aber das ist erst der Anfang: Geht alles nach dem Plan der Landesmedienanstalten, könnten bald alle Streamer eine Lizenz benötigen, wenn sie regelmäßig Programm machen und mehr als 500 Menschen mit ihren Inhalten erreichen.