Vom Meme zum Star.

Ein schmaler, blonder Junge steht im Supermarkt, mit unbewegter Mine singt er ein Country-Lied, sein gestiefelter Fuß tippt immer wieder auf den Boden, das Highlight: sein Jodeln.

Mit diesem Auftritt ist der zehnjährige Mason Ramsey berühmt geworden

Warum er im Walmart singt? Das sei eben der einzige Laden in seinem Ort und dort seien die meisten Menschen, sagte er in einem Interview. Und Mason will mit seiner Musik berühmt werden. Das ist ihm nun vielleicht gelungen.

Zuerst wurde das Bild von Mason im Supermarkt zum Meme, jetzt steht der Junge plötzlich auf den größten Bühnen der USA.

Nachdem sein Video viral ging und sich Menschen im ganzen Land über den Jungen amüsierten, lud ihn Talkshow-Host Ellen DeGeneres zu sich in die Sendung ein. Dort erzählte Mason von seinem Leben als "Country Boy". Er berichtete, dass er in LA zum ersten Mal Sprudelwasser probiert habe und es nicht mochte; dass er nach der Schule gerne ein College besuchen und dann in einem Trailer in Florida leben möchte, um sich dort im Musikbusiness hochzuarbeiten.

Mason erwartet also nicht, dass ihm das Leben irgendwas schenkt. 

Doch wie bei Ellen üblich, geschah genau das: Mason bekam ein College-Stipendium und einen Auftritt im "Grand Ole Aupry", der wohl berühmtesten Bühne für Countrymusik im ganzen Land. Die dort stattfindenden Konzerte werden jede Woche einem Millionenpublikum live im Radio übertragen. 

Damit hatte Ellen eigentlich schon alle Lebensträume des Jungen erfüllt. Doch der Rummel um ihn hört gar nicht mehr auf. Neueste Entwicklung: Am Freitag trat Mason auf dem Coachella-Festival auf:

Im Publikum: Tausende Fans des "Yodeling Boy". Darunter auch Justin Bieber.

Wackelige Handyvideos zeigen den Popstar im Blumenoutfit, wie er lachend und klatschend dem Jungen zuhört - schließlich ist der ja auch das erste Highlight des Coachella 2018.

Offenbar gefiel Justin Bieber der Masons Auftritt so gut, dass er hinterher noch Backstage zu ihm ging und mit ihm sprach.

Wenn das kein Zeichen ist, dass Mason eine große Musikkarriere vor sich hat.

Vielleicht muss er also doch nicht in einem Wohnwagen in Florida leben.


Queer

Riesiges chinesisches Netzwerk will homosexuelle Inhalte löschen
Die Reaktion: #IchBinSchwul

Was ist passiert?

Ein "heiteres und harmonisches Umfeld" – das möchte das chinesische soziale Netzwerk  Weibo seiner Community bieten. Aus diesem fadenscheinigen Grund will das Unternehmen nun homosexuelle Inhalte verbannen. Das geht aus den neuen Richtlinien der Plattform hervor, die am Freitag veröffentlicht worden sind.

  • Darin heißt es, die Plattform werde für einen Drei-Monats-Zeitraum Comics, Spiele, Texte und Videos sehr genau auf Pornografie, "blutige Gewalt" und Homosexualität hin überwachen.
  • Die Plattform reagiert damit offenbar auf ein chinesisches Gesetz, das regelt, was in China im Internet erlaubt ist (Reuters).
  • Weibo ist eine Art Mischung aus Facebook und Twitter, mehr als 300 Millionen Chinesen und Chinesinnen nutzen das Netzwerk. (Quartz)
  • Erst kürzlich hatte das kommunistische Regime eine Art digitales Punktekonto eingeführt, welches das Sozialverhalten der Bürger bewerten soll.