Bild: dpa (bento-Montage)
We feel you.

Für Morgenmuffel beginnt der Tag mit dem schlimmstmöglichen Ereignis: dem Aufstehen. Danach geht es dann sehr langsam bergauf. Besonders hart ist dieser tägliche Prozess, wenn man sehr früh aufstehen muss. Zum Beispiel, weil man Bäckerin ist oder Busfahrer – oder Radiomoderatorin. Für letzteren Job hat sich vor kurzem auch Rapper Bushido entschieden. Ein Fehler, wie er nun offenbar festgestellt hat.

Seit verganener Woche Montag moderierte er beim Berliner Radio 98.8 KISS FM die Morgensendung. Schließlich war dies sein Lebenstraum: "Ich wollte schon immer meine eigene Radioshow und die hab ich mir jetzt gegönnt", sagte er im Vorfeld. 

Toll, Glückwunsch! Oder doch nicht?

Zwei Tage lang hielt Bushido durch und war von 6 bis 10 Uhr morgens in der Redaktion. Am dritten Tag waren seine Frühaufsteh-Kräfte am Ende: Erst fiel er wegen Krankheit aus, dann kündigte er komplett. Am Freitag soll er den Radiokollegen eine Sprachnachricht geschickt haben. Die Message: "An dieser Stelle möchte ich euch leider mitteilen – ich bin raus" und "fetten Respekt", "dass ihr euch jeden Morgen so früh in den Sender begebt" (Berliner Kurier).

Recht hat er. Darauf erst mal schön ausschlafen. 

(Bild: Giphy )

Trip

Hipster-Touris bezahlen jetzt dafür, auf indische Hochzeiten eingeladen zu werden
Gehen die Hipster-Backpacker jetzt zu weit?

Wer kennt es nicht: in ein bestimmtes Land reisen, das Land von seiner authentischsten Seite erleben, die Kultur kennenlernen. Der Traum eines jeden Backpackers! Um so richtig in die indische Kultur einzutauchen, zahlen Touristinnen und Touristen jetzt sogar besonders viel Kohle

Denn was ist das beste Sammelbecken kultureller Rituale? Richtig, eine Hochzeit. 

Indische Hochzeiten werden oft über mehrere Tage gefeiert, sie gelten im Ausland als besonders aufwendig und dadurch eben auch aufregend. Neuerdings können deshalb nun auch wildfremde Menschen an ihnen teilnehmen: Brautpaare verkaufen Tickets an schaulustige Touris – und das wird zum Trend.  

"Wenn man darüber nachdenkt, gibt es eigentlich nichts Besseres als eine Hochzeit, weil jedes kulturelle Element vorhanden ist: die Einheimischen, das lokale Essen, die Bräuche, die Outfits, die Musik", sagt Orsi Parkanyi, Mitbegründerin des Start-ups "Join My Wedding". (CNBC)

173 Euro für zwei Tage indische Hochzeit. 

So viel zahlten die australische Bloggerin Carly Stevens und der Blogger Tim Gower, um zu den geladenen Gästen eines indischen Brautpaares zu gehören. "Join My Wedding" brachte lediglich Brautpaar und Interessierte zusammen. 

Ihren Spaß scheinen dabei aber immerhin alle Beteiligten zu haben: "Wir lernten neue Leute aus anderen Ländern kennen. Wir waren sehr aufgeregt und gingen offen damit um, weil die Situation neu war", sagte die Braut, Surabhi Chauhan. (CNBC

Ein erfolgreiches Geschätfsmodell?

Indische Hochzeiten seien "weltberühmt", heißt es von Seiten des Startups. Die meisten Menschen hätten dennoch nie die Möglichkeit, an einer teilzunehmen. Tatsächlich scheint das Angebot anzukommen: Mittlerweile bieten zahlreiche Reiseagenturen verschiedene Pakete an, die Touristinnen das ultimative Hochzeits-Erlebnis ermöglichen. (CNBC)