Zumindest ist das sein Ziel.

Mit sanfter Stimme fängt er an zu singen, doch als sich Priester Ray Kelly mit voller Leidenschaft in den Refrain stürzt, haben alle im Saal Tränen in den Augen: Der 64-Jährige hat in der vergangenen Woche an der Castingshow "Britain's Got Talent" teilgenommen, dem britischen Äquivalent von "Deutschland sucht den Superstar". 

Und sein Auftritt hat alle begeistert.

Die Songwahl fiel auf "Everybody Hurts" von R.E.M. 

Er bekomme in seinem Beruf sehr viel Leid, aber auch viel Freude mit, sagte Kelly zur Jury. Deshalb läge ihm das Lied sehr am Herzen. Und genau das war sofort zu spüren, als er die ersten Töne anstimmte. Während der Kameraschwenks waren sehr viele feuchte Augen zu sehen.

Jurorin Alesha Dixon sagte hinterher: 

Alle im Saal haben deinen Worten genau zugehört und sie auf das eigene Leben bezogen.

Juror Simon Cowell, bekannt für seine schroffe Art und manchmal fiesen Kommentare, ließ sich sogar dazu hinreißen, den Auftritt zu einem seiner absoluten Lieblingsmomente in der Show zu erklären. Und das bedeutet etwas, denn Simon ist bereits seit Beginn der Sendung – also seit elf Jahren – dabei!

Hier kannst du den kompletten Auftritt ansehen:

Keine Frage: Alle Juroren gaben Kelly ihr Votum, er ist eine Runde weiter. Es wird also noch mehr Auftritte von ihm zu sehen geben. Sein erklärtes Ziel ist, der erste Priester zu sein, der "Britain's Got Talent" gewinnt.

Damit wäre er Großbritanniens neuer Superstar.

Ray Kelly war übrigens schon vor seinem aktuellen Auftritt kein Unbekannter. Mit seiner Arbeit als Priester in Irland hat er vor vier Jahren einen viralen YouTube-Hit gelandet: Während einer Hochzeitsmesse begann er, als Überraschung für das Paar, eine personalisierte Version von "Hallelujah" von Leonard Cohen zu singen. 

Das Video des singenden Priesters ging steil – und hat inzwischen mehr als 60 Millionen Views auf YouTube!

Singen war einfach schon immer sein Element: Als Ire sei die Musik Teil seiner Gene und seit der Kindheit wichtiger Teil seiner Familiengeschichte gewesen, sagte Kelly in einem Interview mit katholisch.de


Musik

Ein Hamburger hat Farid Bang und Kollegah wegen Volksverhetzung angezeigt
Was daraus wird, ist allerdings unklar.

Weiter geht's bei Kollegah und Farid Bang. Erst wurden sie im Rahmen der "Echo"-Preisverleihung wegen antisemitischer Songzeilen von Künstlerkolleginnen und -kollegen und Politik hart kritisiert (bento), dann distanzierte sich ihre Plattenfirma von den beiden (bento) – nun folgt die nächste Entwicklung: 

Die Rapper wurden wegen Volksverhetzung angezeigt.