"Hörst du nicht Senat?"

"Berlin brennt"  – So lauter der Titel eines Rap-Videos des Berliner Feuerwehrmannes Christian Köller. Gemeinsam mit Kollegen steht er in dem Video vor einer brennenden Mülltonne und klagt den Berliner Senat an:

Hörst du nicht Senat, deine Stadt schreit nach Hilfe. Mach mal bisschen Geld klar.
Aus "Berlin brennt"

Köller beklagt sich in dem Song über die mangelhafte Besetzung und Ausstattung der Berliner Feuerwehr. Der Song ist sozusagen die Hymne zu den Protesten der Feuerwehrmänner und -frauen, die Ende März in Berlin begonnen hatten. (bento)

Mit seinem Video hat der Rapper Erfolg: Innerhalb einer Woche wurde der Clip von Köller bis zum Sonntag rund 80.000 Mal angeschaut. 

Jeden Tag sterben Leute wegen euch, wegen eurer Scheiß Geldpolitik, Alter.
Aus "Berlin brennt"

"Er beschäftigt sich schon seit Jahren mit Rapmusik", sagte Stefan Ehricht, der bei der Gewerkschaft Verdi die Interessen der Feuerwehr vertritt. Die Idee zu dem Rap "Berlin brennt" sei während der gleichnamigen Mahnwache vor dem Roten Rathaus entstanden. Dort wurde das Musikvideo privat gefilmt.

Das Motto: Effizienz - kaputtsparen ist der Trend. Berlin brennt, der Senat hat gepennt. 112 ist die Nummer, die jeder Bürger kennt.
Aus "Berlin brennt"

Berlins Feuerwehrleute hatten unter dem Motto "Berlin brennt" einen Monat lang eine Mahnwache mit einer brennenden Feuertonne vor dem Roten Rathaus aufgestellt. Ihre Anliegen:

  • Mehr Personal
  • bessere Bezahlung
  •  mehr Investitionen in Ausbildung, Fahrzeuge und Feuerwachen

"Die Tonne steht jetzt im Feuerwehrmuseum. Aber wir holen sie notfalls zurück", sagte Ehricht am Sonntag. Wir haben mit den Feuerwehrleuten gesprochen. Hier liest du, warum sie protestieren.

Wir haben mit ihm und zwei Feuerwehrleuten über die Situation in Berlin und die Proteste gesprochen:

Mit Material der dpa


Today

Angreifer bricht Freiburgs neuem Oberbürgermeister die Nase – so reagiert er
"Alles pillepalle".

Was ist passiert?

Kurz nach seinem Wahlsieg ist Freiburgs neuer Oberbürgermeister Martin Horn (parteilos) angegriffen und verletzt worden. 

Der 33-Jährige wurde bei seiner Wahlparty am Sonntagabend attackiert, wie ein Sprecher der Polizei in Freiburg bestätigte. Ein Mann schlug Horn ins Gesicht, brach ihm die Nase, Horn erlitt zudem eine Wunde unter dem Auge. Er wurde zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht  – und feierte anschließend trotzdem weiter.

In einem Video auf seiner Facebook-Seite äußerte er sich zu dem Angriff:

"Wir lassen uns von diesem Zwischenfall nicht die gute Laune verderben. (...) Ich habe eine gebrochene Nase, zwei kleine Stiche dort, einen abgebrochenen Zahn. Alles pillepalle." Er wollte nach eigenen Angaben noch in der Nacht auf die Wahlparty zurückkehren. "Das wird wieder abheilen, das passt. Jetzt nicht zu viel Sorgen machen."