Der Rapper über Drogen, Religion und Katzen
(Bild: dpa / Keystone / Laurent Gillieron)

Bad-Boy A$AP Rocky ist zur Europapremiere von "Dope" beim Filmfestivals von Cannes. bento spricht mit dem 27-jährigen Rapper über seinen ersten Kinofilm, die vielleicht lässigste High School-Komödie aller Zeiten, über Drogen, Religion und Katzen. Ein zusammenhängendes Gespräch ließ sich mit A$AP Rocky nur bedingt führen, da er sich in einem – sagen wir mal – ausgesprochen entspannten Zustand befand. Viel zu sagen hatte er aber trotzdem.

...über Drogen:

Drogen sind fantastisch! Ist klar, dass ich das sage, oder? Ich bin gerade echt high und habe kein Problem das zuzugeben. Ein junger Kerl, der gerne und viel Marihuana raucht, dagegen ist doch nichts einzuwenden, oder? Das ist einfach mein Lebensstil, freiwillig und selbstbestimmt. Ich finde Marihuana einfach wunderbar. Bringt die Leute runter und zusammen, schon damals in den guten alten Hippie-Zeiten. Aber klar, ein bisschen aufpassen muss man. Es gibt schon auch echte Scheißdrogen. Von Kokain, Heroin, Crack und MDMA habe ich immer die Finger gelassen. LSD dagegen darf ich sicher mal öffentlich bejubeln, oder?

...über Religion:

Ich würde nicht sagen, dass ich religiös bin. Natürlich bin ich groß geworden in einer christlichen Familie, aber das ist heute nicht mehr so mein Ding. Ich bin eher ein Freigeist! Ich glaube an Hoffnung und Vertrauen. Und ich glaube schon auch an Gott. Ich bete sogar. Aber ich glaube eben, dass es egal ist, wer dein Gott ist, solange man überhaupt an eine höhere Macht glaubt. Deswegen bilde ich mir auch kein Urteil über den Glauben anderer Leute.

(Bild: dpa / Keystone / Gian Ehrenzeller)
...über die Meinung anderer Leute:

Mir ist scheißegal was andere Leute denken. Wenn heute jemand etwas über mich sagt oder schreibt, dann ist das niemand, der mir wichtig ist. Natürlich bin ich nicht perfekt, aber ich sehe mich auch nicht als Vorbild für irgendwen. Ich habe nicht die Antworten auf alle Fragen, aber ich tue auch nicht so. Ich weiß was ich will, nur darauf kommt’s mir an. Es gibt niemandem, dem ich etwas beweisen muss.

...über Katzen:

Sorry, Internet! Ich mag keine Katzen. Kann ich auch nicht ändern. Scheinbar bin ich allergisch gegen die Viecher, jedenfalls muss ich von denen immer niesen und so ein Scheiß.

...über Filmpartnerin Zoe Kravitz:

Es ist mindestens vier Jahre her, dass ich Zoe zum ersten Mal gesehen habe. Das war bei einem Foto-Shooting für die Vogue, mit Modedesigner Alexander Wang. Als ich sie das erste Mal sah, musste ich sofort an ihre Mutter denken. Lisa Bonet, der Schwarm meiner Kindheit. Natürlich habe ich sofort versucht bei Zoe zu landen. Aber sie war damals gerade mit so ’nem Fuzzi aus „Gossip Girl“ zusammen und hat mich ernsthaft abblitzen lassen. Sie meinte, ich könnte mir ja ihre Nummer bei Alexander besorgen. Soweit kommt’s noch. Aber ein Jahr später haben wir uns dann doch noch mal gesehen – und seit dem sind wir dickste Freunde. Wäre nur nicht ihre blöde Katze!

A$AP Rocky im Kinofilm "Dope"(Bild: Sony Pictures)
...über die Schauspielerei:

Die Arbeit an „Dope“ fand ich total easy. Mein Kumpel Vince Staples hat auch mitgespielt, als mein Handlanger, und auch für ihn war es die erste Kinorolle. Er fand immer, dass wir eigentlich uns selbst spielen würden. Was für’n Depp! Ich bin doch nicht wie dieser Typ da im Film. Ich ziehe mich schon mal nicht so bescheuert an. Ja, okay, die Schuhe waren meine eigenen. Aber sonst? Überhaupt fand ich es eigentlich ein viel zu großes Klischee, dass ich als Rapper den Drogendealer spiele. In Zukunft spiele ich deswegen nur noch Typen, die nichts mit mir zu tun haben. Also keine Dealer, Rapper oder gutaussehenden Kerle!

...über 90er-Jahre-Hip-Hop:
Oh man, all die Musik um die es in „Dope“ geht, ist natürlich voll mein Ding. Wu-Tang Clan, A Tribe Called Quest, Black Star – damit bin ich groß geworden, das waren meine Einflüsse. Mos Def, Bone Thugs-N-Harmony, Busta Rhymes, Puff Daddy, Tupac – die Liste könnte ewig weitergehen. Und ich bin ein echter Hipster, was solche Sachen angeht. Was ich damit meine? Ich bin einfach super spezifisch und ein Nerd, was Musik betrifft. Zum Beispiel höre ich gerne mal DMX. Aber eben nur die Sachen, die er 1997 aufgenommen hat, nichts von dem was danach kam.
"Dope" startet am 28. Januar 2016 bundesweit in den Kinos.(Bild: Sony Pictures)

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