Hurensohn! So musste sich Barack Obama vom philippinischen Staatsoberhaupt Rodrigo Duterte beschimpfen lassen. Obama sagte daraufhin ein geplantes Treffen mit ihm wieder ab. Auch den Papst hat Duterte schon als Hurensohn bezeichnet.

Vor seiner Wahl hatte Duterte angekündigt, Kriminelle massenhaft im Meer zu versenken. Für solche Sprüche wurde er gewählt – weil allen klar war, dass es nicht bloß Sprüche bleiben würden. Als Bürgermeister der zweitgrößten Stadt des Landes hatte er bereits brutal aufgeräumt.

Seit der Wahl im Juni sind rund 2000 Menschen auf den Philippinen ums Leben gekommen – mutmaßliche Kriminelle und Drogenabhängige, umgebracht von Bürgern in Selbstjustiz oder von Polizisten.

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Gerechtigkeit

USA und Russland einigen sich über Syrien. Das sind jetzt ihre Hausaufgaben
Das Land soll endlich eine Waffenruhe bekommen.

Die USA und Russland haben sich auf eine Waffenruhe in Syrien geeinigt – wieder einmal. Dieses Mal soll sie aber Wirklichkeit werden. Daran arbeiten der US-Außenminister John Kerry und sein russischer Partner Sergej Lawrow. Beide wollen nun eine politische Lösung für den Syrienkrieg erreichen, gaben sie am frühen Samstag in Genf nach mehr als zwölfstündigen Verhandlungen bekannt (Die gemeinsame Erklärung beim US-Außenministerium).

Sollte der Deal funktionieren, wäre das ein Wendepunkt in dem seit mehr als fünf Jahren andauernden Bürgerkrieg. Es könnte das Leid von Millionen von Menschen verringern. Dem Willen müssten aber Taten folgen. Russland wie die USA haben dabei je ganz unterschiedliche Hausaufgaben zu erledigen.