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Das Land braucht mehr W-LAntilopen!

Der Wolf ist längst wieder in Deutschland beheimatet. Über Sachsen und Brandenburg haben sich mehrere Rudel mittlerweile bis nach Niedersachsen ausgebreitet. (Nabu)

Aber es bleibt nicht bei der schleichenden Wolfisierung: Auch das Wisent breitet sich auf deutschem Boden wieder aus.

Das bis zu einer Tonne schwere Vieh lebt im Rothaargebirge in NRW – und nicht jeder mag die Neuankömmlinge. Es wird gemunkelt, die Tiere knabbern der deutschen Eiche die Rinde ab. Der Bundesgerichtshof soll nun entscheiden, ob die frei lebenden Wisente in Tierparks abgeschoben werden sollen. (SPIEGEL ONLINE)

Dabei sind die Tiere doch ein Geschenk! Und können Deutschland wieder nach vorne bringen! Die Affäre Maaßen, der Dieselskandal, die miese Stimmung im Land – es braucht mehr zugewanderte Tiere, um Deutschland zukunftsfähig zu machen.

Hier sind neun Tiere, die Deutschland dringend nötig hat:

1 Der VW Wolf

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Der VW Wolf kommt komplett ohne schädliche Dieselabgase aus, frisst nur schwarze Schafe aus der Industrie und rettet so unsere Klimabilanz. Bauern sind trotzdem nicht ganz glücklich mit ihm.

2 Das Tim-Wisent

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Das Tim-Wisent sorgt für Unterhaltung. Es begeisterte erst jahrelang auf dem Fußballplatz, dann im Ring, nun in den Klatschspalten der Yellow Press.

3 Die Mietmuschel

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Die Mietmuschel ist freundlicher als sie klingt. Hinter der harten Schale verbirgt sich ein weicher Federkern – sie bietet Menschen, die sich die steigenden Wohnkosten nicht mehr leisten können, eine Bleibe.

4 Das Zahlpaka

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Es gibt Millionäre, die Mittelschicht sind. Und Mittelschichtler, die jeden Cent zwei Mal umdrehen müssen. Für letzere ist das Zahlpaka ein – zugegeben zweifelhafter – Geld-Verleiher.

5 Die W-LANtilope

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Die W-LANtilope grast vor allem in dünn besiedelten Gebieten und sorgt für flächendeckende Netzabdeckung. Es kann ja nicht jeder auf den Netzausbau warten.

6 Der Nicebär

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Der "Nicebär" verteilt bei guten Wortspielen High-Fives und lobt dich nach deinem schweren Referat in der Uni. Deutlich beliebter als sein nächster Verwandter – der Schweißbär (bekannt aus der U-Bahn).

7 Das Erd-V-Männchen

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Der Verfassungsschutz ist ziemlich führungslos, die bisherigen V-Männer verschlafen noch die eindeutigste Nazi-Terrorzelle. Dem gutmütigem Erd-V-Männchen hingegen entgeht nichts!

8 Die Ledermaus

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Die Ledermaus beißt dir im Darkroom wortlos in den Nacken und plädiert für freie Liebe. Verträgt sich prima mit dem hier:

9 Der Goarilla

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Der Goarilla verwandelt unattraktive Stadtteile durch Raves in neue Trend-Spots. Bringt die Gegend innerhalb weniger Jahre stark nach vorn – führt dann aber auch zu verstärktem Bedarf an Mietmuscheln.


Gerechtigkeit

Neue Studie zeigt: In 20 deutschen Städten kannst du mit Bafög nicht überleben
Selbst mit dem neuen höheren Bafög nicht

Am 1. Januar 2019 soll der Bafög-Höchstsatz steigen – von 735 auf 850 Euro. Eine Studie des Moses-Mendelssohn-Institutes (MMI) zeigt aber schon jetzt: In den meisten deutschen Städten reicht auch der neue Höchstsatz nicht zum Leben.

Was wurde in der Studie zum Bafög erforscht?

Das MMI hat zwei Aspekte gegenüber gestellt: Das Einkommen und die Ausgaben von Studierenden in insgesamt 96 Studi-Städten

Die Werte der Einnahmen wurden aus der 21. Sozialerhebung des Bildungsministerium entnommen.

Diese wurden mit den durschnittlichen Fix-Ausgaben in den jeweiligen Städten verglichen. Hierzu zählten der Semesterbeitrag, das Semesterticket und die durschnittliche Miete (bento).

Welche Ergebnisse sind am wichtigsten?

  • Mit dem erhöhten Bafög-Höchstsatz stehen Beziehern nach Abzug der Kosten für Kranken- und Pflegeversicherung 764 Euro im Monat zur Verfügung.
  • Der geplante, erhöhte Bafög-Höchstsatz wird bereits jetzt in 20 der 96 untersuchten Städte von den Lebenshaltungskosten übertroffen.
  • Der im Bafög enthaltene Wohnzuschuss von 325 Euro reicht in über der Hälfte der untersuchten Städte nicht einmal für ein WG-Zimmer aus.

Was sind die größten Probleme beim Bafög?

1 Wohnraum und Miete

Der neue Bafög-Höchstsatz schließt eine Wohnkostenpauschale von 325 Euro mit ein. Bereits heute übersteigen in 49 der 96 untersuchten Städte die durchschnittlichen Mieten für ein WG-Zimmer diese Pauschale. Viele Studierende sind deshalb gezwungen, an einem anderen Standort, als sie eigentlich möchten, zu studieren, weil sie sich die Mieten nicht leisten können.

Das Problem, das die Forscher besonders in Großstädten sehen: Es gibt zu wenig geförderten Wohnraum für die Studis, wie etwa Studentenwohnheime. Deswegen müssen sich die Meisten auf dem offenen Wohnungsmarkt bedienen. Hier konkurrieren die Studierenden jedoch mit verschiedenen Gruppen, die es auf die gleichen Wohnungen abgesehen haben. Etwa Hartz IV-Empfänger bekommen häufig den Vorzug vor Studierenden, da deren Wohnungen gewisse Anforderungen in Bezug auf Größe und Ausstattung erfüllen müssen. Studierende müssen sich dann nach größeren Wohnungen umsehen, die sie sich eigentlich nicht leisten können.

Hier raten die Forscher dringend zu gefördertem Bau von kleineren Wohnungen. Denn derzeit sind in Deutschlands Städten nur etwa 12 Prozent aller Wohnungen in der Größenordnung einer Ein- bis Zweizimmerwohnung.

2 Die Lebenshaltungskosten

Die Lebenshaltungskosten setzen sich in der Studie aus den Semesterbeiträgen, den Kosten für ein WG-Zimmer und einer staatlichen "Grundsicherung" von 416 Euro zusammen. Die Grundsicherung soll alle Kosten des täglichen Lebens, wie Lebensmittel, Getränke, Rundfunkbeitrag etc. abdecken.

In 20 der untersuchten Städte übersteigen die Lebenshaltungskosten schon heute den Bafög-Höchstsatz. Das betrifft ungefähr 853.000 und somit ein Drittel aller Studierenden in Deutschland.

In München zum Beispiel liegen die monatlichen Kosten inklusive Semesterbeitrag und Miete bei etwa 1000 Euro. 

3 Immer weniger Studierende bekommen überhaupt Bafög

Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der Bafögbezieher auf 557.000. Das sind 27.000 weniger als im Vorjahr. Das ist vorallem darauf zurückzuführen, dass immer weniger Studierende berechtigt sind, die Förderung zu beziehen. Zwischen 2006 und 2016 sank der Anteil der Bafögberechtigten Studierenden von 70,5 auf 63,1 Prozent

Die Forscher der Studie kritisieren, dass dies in Zusammenhang mit den verschärften Regeln, wie dem Höchstalter, und einer begrenzten Anzahl an Semestern steht, in denen das Bafög gezahlt wird. 

Außerdem bedeutet eine Bafög-Berechtigung noch lange nicht, dass die Studierenden auch den Höchstsatz erhalten. Die Folge: Viele müssen Nebenjobs ausüben, um ihr Leben zu finanzieren, und können sich nicht auf ihr Studium konzentrieren.