Bild: Moorhuhn/ak tronic

Im Netz wird möglich, was sonst nur in James-Bond-Filmen passiert: Die Grenzen der Physik werden überwunden. Oder zumindest diskutiert. Wie immer an Orten, wo viele Menschen zusammenkommen, die a) viel Zeit und b) ein hohes Selbstbewusstsein haben, wird irgendwann der größte Mist erörtert. Eine Frage beschäftigt das Netz derzeit besonders:

Wie schnell muss ich ein Huhn schlagen, damit es automatisch gegrillt ist?

Was selten dämlich klingt, muss theoretisch möglich sein: Kinetische Energie – also die Energie, die ein Objekt durch seine Bewegung erhält – lässt sich in thermische Energie umwandeln. Es wird also heiß. 

Entsprechend müsste es doch möglich sein, ein (bereits totes) Huhn so stark in Bewegung zu versetzen, dass es direkt gut durch ist. Genau diese Frage stellte nun jemand der reddit-Community "KeineDummenFragen".

Und tatsächlich hat sich jemand gemeldet, der die Antwort zum schnellen Huhn errechnet haben will.

Parker Ormonde ist nach eigenen Angaben der "freundliche Physik-Absolvent aus der Nachbarschaft". Er schreibt:

  • Ein Handschlag kann durchschnittlich eine Geschwindigkeit von 40 km/h erreichen. 
  • Ein Kochhuhn wiegt im Schnitt 1 Kilogramm und hat bei Backbeginn eine Temperatur von 0° Celsius.
  • Damit es gegrillt ist, muss es auf etwas mehr als 200° Celsius erhitzt werden.
  • Dann setzt er die Formel für die Umwandlung von kinetischer in thermische Energie an.
  • Um das Huhn auf die gewünschte Temperatur zu erhitzen, bräuchte man demnach mehr als 23.000 Schläge.
  • Und rechnet man es runter auf einen Schlag, so muss dieser eine extrem hohe Geschwindigkeit erreichen.

Seine Lösung: Ein Huhn muss mit 599.633,53 km/h geschlagen werden, damit es mit einem Schlag gegrillt ist.

Was im Thread allerdings nicht ausreichend geklärt wurde: Was wäre dann eigentlich noch vom Huhn übrig?


Streaming

Männer ätzen gegen "Captain Marvel" noch vor Kinostart – weil eine Frau die Hauptrolle spielt
Sind wir immer noch nicht weiter?

Schauspielerin Brie Larson hat einen Oscar, einen Golden Globe und bald Superkräfte. Am 8. März läuft ihr Film "Captain Marvel" an, darin spielt sie eine US-Pilotin, die durch Kontakt mit einer außerirdischen Spezies Superkräfte erhält. Und klar: Dann rettet sie den Planeten vor anderen bösen Außerirdischen.

"Captain Marvel" mit Brie Larson ist der erste Marvel-Superheldenfilm, der eine Frau in den Mittelpunkt der Handlung stellt – bislang waren Iron Man, Ant-Man oder Thor wichtiger. 

Nun ist "Captain Marvel" aber auch der erste Marvel-Superheldenfilm, der von einigen selbsternannten Comicfans geschmäht wird. Auf der populären Bewertungsseite "Rotten Tomatoes" sind mehrere Dutzend negative Bewertungen aufgetaucht, in denen der Film herabgevotet wird. Und das, obwohl er noch gar nicht zu sehen ist. 

Dazu schreiben Nutzer – anonym – Kommentare, um sich über Brie Larson aufzuregen. Dass es starke Frauen gebe, sei "Hollywood-Bullshit", schreibt einer. Der Film werde so schlecht wie der letzte "Star Wars" – und zielt damit auf die ebenfalls von vielen Männern gehasste weibliche Hauptdarstellerin Daisy Ridley. Außerdem sei Larson rassistisch und sexistisch, wenn sie den hohen Anteil weißer Männer im Filmbusiness verurteile, jammerte ein nächster. (The Hollywood Reporter)

Die Wut der weißen Männer bezieht sich auf ein Interview, das Brie Larson vor wenigen Tagen gab.

Im Gespräch mit "Marie Claire" sagte sie, viele Filmkritiker seien weiße Männer. Sie wünsche sich mehr Vielfalt bei Interviews – damit auch Hollywood-Filme vielfältiger wahrgenommen und kritisiert werden können. Wer störte sich an dieser Sichtweise? Anscheinend viele weiße Männer.